Millionenpleite bei Steinmetzbetrieb in Traiskirchen

Der Steinmetzbetrieb Franz Bamberger Ges.m.b.H. ist pleite: Das 1953 gegründete Unternehmen in Traiskirchen hat Passiva in Höhe von 8,6 Millionen Euro. Am Landesgericht Wiener Neustadt wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. 154 Gläubiger und 69 Arbeitnehmer sind von der Insolvenz betroffen.

Millionenpleite bei Steinmetzbetrieb in Traiskirchen

Betroffen sind 69 Arbeitnehmer, die Zahl der Gläubiger beträgt laut KSV1870 154. Aktiva von rund 5,6 Mio. Euro zu Verkehrswerten bzw. 1,6 Mio. zu Liquidationswerten stehen Passiva von rund 8,6 Mio. Euro gegenüber.

Die Insolvenzursache liegt in der Stornierung eines Großauftrages auf der Krim (Ukraine) im Jahr 2013. Der Verlust der Bestellung konnte nur teilweise kompensiert werden. Ersatzweise nahm das Unternehmen einen Großauftrag in Wien an, bei dem es laut KSV1870 jedoch Preisnachlässe gewähren musste und deshalb keinen Gewinn machte.

Russland-Geschäft weggefallen

Erschwerend wirkten sich auch die EU-Russland-Sanktionen aus: 2014 fiel das gesamte Russland-Geschäft aufgrund der Gegensanktionen Moskaus weg, wodurch die Auslandsumsätze massiv sanken. Auch das Inlandsgeschäft schrumpfte 2015 deutlich. Dazu kamen interne personelle Komplikationen mit dem Zuständigen für die Inlandsaufträge.

Der Betrieb ist in der Kunst- und Natursteinproduktion tätig und führt Kunst- und Natursteinarbeiten für den Bau im In- und Ausland und Restaurierungsarbeiten durch. Durch die Fortführung des Unternehmens soll der Sanierungsplan finanziert werden. Den Gläubigern wird die Mindestquote von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren, angeboten.

Informationen zu dieser und anderen Insolvenzen finden Sie auf den Seiten des KSV1870.

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