Millionenpleite: Grazer Forschungsgesellschaft Mobilität insolvent

Die Grazer Forschungsgesellschaft Mobilität (Austrian Mobility Research FGM) ist ein Opfer der Corona-Krise. Die gemeinnützige Forschungscompany wird geschlossen. Das Unternehmen ist mit rund 1,63 Mio. Euro überschuldet.

Millionenpleite: Grazer Forschungsgesellschaft Mobilität insolvent

Die mehrfach ausgezeichnete Grazer Forschungsgesellschaft Mobilität (Austrian Mobility Research FGM) hat sich mit modernen Mobiltätsprojekten befasst - unter anderem das Zusammenspiel von Rad, öfffentlichem Verkehr sowie Individualverkehr. Nun kommt das Aus.

Graz.Die Grazer Forschungsgesellschaft Mobilität (Austrian Mobility Research FGM) ist insolvent. Am Montag wurde beim Zivillandesgericht Graz ein Konkursverfahren eröffnet. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf gut 1,88 Mio. Euro, berichtet der Kreditschutzverband KSV1870. 15 Gläubiger und 27 Dienstnehmer sind von der Insolvenz betroffen. Zuletzt beliefen sich die Aktiva in der Höhe von rund 250.000 Euro. Unterm Strich bleibt eine Überschuldung von rund 1,63 Mio. Euro.

EU-Projektgeschäft eingebrochen

Die FGM arbeitete überwiegend an EU-geförderten Projekten. Bei diesen komme es immer zu beträchtlichen Vorlaufzeiten. Deshalb musste man für eine Kostendeckung immer wieder Umstrukturierungen vornehmen, hieß es. Dabei wurden freie Kapazitäten durch andere kleinere, nicht geförderte Projekte bzw. durch Veranstaltungen im Mobilitätsbereich im Wesentlichen abgedeckt.

Infolge der Corona-Pandemie seien jedoch viele der Kleinprojekte ausgefallen. Auch Veranstaltungen konnten zuletzt nicht mehr durchgeführt werden. Weiters konnten einzelne beabsichtigte Projekte nicht gewonnen werden.

Eine positive Fortführungsprognose gibt es nicht und die Gesellschaft habe auch schon im Insolvenzantrag zugestanden, dass ein Abwarten der Corona-Lockerungen auch nicht zielführend sei. Aus diesem Grund stimmt man auch bereits im Insolvenzantrag einer Schließung des Unternehmens zu.

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