Matura-Reisenveranstalter vom "Summersplash" ist pleite

Noch bevor die Maturanten in Österreich ihre Prüfungen absolviert haben, legt der österreichische Party- und Reiseveranstalter Splashline Travel und Event GmbH eine Millionenpleite hin. Die Anzahlungen sollen angeblich gesichert sein.

Matura-Reisenveranstalter vom "Summersplash" ist pleite

Wien. Schlechte Nachricht für Maturanten und Freunde vom "Summersplash": Die Maturaparty fällt ins Wasser, weil der Reiseveranstalter die Corona-Krise nicht packt. Ihr Reiseveranstalter Splashline wird die Corona-Krise nicht überstehen. Das im Jahr 1999 gegründete Reisebüro, das seither Zigtausende Maturanten nach ihren Maturaprüfungen in den Süden auf Partytrip brachte, hat beim Handelsgericht Wien Insolvenz angemeldet. Die beiden wirtschaftlich zusammengehörenden Unternehmen Splashline Travel und Event GmbH mit Firmensitz in 1100 Wien haben laut Kreditschutzverband KSV1870 Schulden in der Höhe von 1,3 Millionen Euro angeschrieben. 15 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen. An eine Fortführung des Unternehmens nach einer Sanierung ist nicht gedacht, da auch die erhofften Reisefreiheiten zu spät kommen.

Der Reiseveranstalter hat sogenannte Event-Maturareisen unter der Bezeichnung „Summersplash" veranstaltet. Maturanten aus ganz Österreich wurden von dem Veranstalter nach ihren Prüfungen zum kollektiven Spaßtrip vor allem nach Kroatien und Italien geschickt. Neben der Hauptveranstaltung „Summersplash" wurden über die Jahre sukzessive weitere Reiseformate entwickelt.

Nach Angaben des Pleiteunternehmens hat das seit Ende Februar/Anfang März 2020 auftretende Corona-Virus das Unternehmen wirtschaftlich tief getroffen. Die für das Geschäftsjahr 2019/2020 geplanten Eventreisen mussten nun kurz vor Beginn abgesagt werden. Aufgrund der Beschränkungen der Reisefreiheit nach Kroatien und Italien, musste von der Antragstellerin auch ihre Hauptveranstaltung für das Jahr 2020 in Kalabrien abgesagt werden.

Diejenigen, die bereits eine Anzahlung geleistet haben, dürften offenbar schadlos bleiben. Der Reiseveranstalter soll eigenen Angaben zufolge über eine Versicherung gemäß den Bestimmungen der Pauschalreiseverordnung verfügen, die die Anzahlungen der Kunden bis zu einem Höchstbetrag abdeckt.

Beim Kreditschutzverband KSV1870 können Gläubiger ab sofort ihre Forderungen anmelden. Und zwar über folgende E-Mail-Adresse: ins.team.wien <AT> ksv.at Fragen zum Fall beantwortet auch Roman Tahbaz, KSV-Insolvenz Wien, Telefon: 050 1870-8215, E-Mail: tahbaz.roman <AT> ksv.at
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Die erste Gläubigerversammlung, Berichts- und Prüfungstagsatzung, ist am 27.08.2020. Die Anmeldefrist dafür läuft bis zum 13.08.2020.

Das aktive Forderungsmanagment gehört zu den Pflichten eines jeden Unternehmens.

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