Linzer Arkadenhof und Mehr-Weg Gastronomie zahlungsunfähig

Die zwei miteinander verbundenen Linzer Gastronomiegesellschaften haben Konkurs angemeldet. Zusammen kommen die beiden Unternehmen auf vier Millionen Euro Schulden. Betroffen sind 82 Beschäftigte. Sechs Gastro-Betriebe sind von der Pleite betroffen.

Linzer Arkadenhof und Mehr-Weg Gastronomie zahlungsunfähig

Expansion mit Nebenwirkung: Die Gastronomen René Weber und Christian Meixner haben sich in ihrem Expansionsdrang übernommen.

Linz/Graz/Vösendorf. Die Restaurantkette Arkadenhof Gastronomie GmbH sowie eine weitere mit ihr verbundene, die Mehr-Weg Gastronomie GmbH mit Standorten in Vösendorf und Graz, sind wie befürchtet zahlungsunfähig. Sie haben laut Gläubigerschutzverband KSV1870 ein Konkursverfahren beim Landesgericht Linz beantragt. Laut Schuldner-Angaben betragen die Passiva 4 Mio. Euro. Insgesamt 82 Beschäftigte sind betroffen.

Die Insolvenz war bereits am Montag befürchtet worden, nachdem in einer überraschend angesetzten Betriebsversammlung in Linz die Beschäftigten dienstfrei gestellt und vier Standorte geschlossen wurden. Betroffen sind das Restaurant Arkadenhof am Taubenmarkt, das Traditionswirtshaus "Schiefer Apfelbaum" in der Nähe des Neuromed Campus, der Gasthof Auerhahn in der Freistädter Straße, alle in Linz, sowie das Lokal "Herzstück" im Haidcenter Ansfelden.

Die Mehr-Weg Gastronomie ist Betreiber der Lokale "Junge Römer" in der SCS und "Henry Sanchez" im Murpark in Graz. Auch diese sind laut KSV faktisch geschlossen.

Als Insolvenz-Ursache gaben die Geschäftsführer und Gesellschafter Christian Meixner und René Carl Weber an, dass die Arkadenhof GmbH der Mehr-Weg GmbH ein Darlehen über 650.000 Euro gewährt habe, das nicht ordnungsgemäß zurückgezahlt werden konnte. Die Umsetzung von Gastronomieprojekten habe sich aufgrund eines ungeeigneten Professionisten erheblich verzögert und konnte bisher nicht abgeschlossen werden. Deswegen hätten auch Investoren bereits zugesagte Zahlungen nicht geleistet.

In der kurzen Zeit konnten diese Angaben nicht ausreichend geprüft werden, heißt es vom KSV. Auch Angaben über den Vermögensstatus und Aktiva würden nicht vorliegen.

Die Februar-Gehälter und Löhne der Mitarbeiter konnten nicht mehr bezahlt werden. Von der Pleite sind insgesamt rund 130 Gläubiger betroffen.

Das aktive Forderungsmanagment gehört zu den Pflichten eines jeden Unternehmens.

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