KSV1870 kommt moderat über die Corona-Krise

Im 150. Jahr seines Bestehens ist es dem Kreditschutzverband von 1870 gelungen, das Ergebnis vom Jahr 2019 trotz Corona-Pandemie zu halten. Gleichzeitig konnte die Zahl der Mitglieder erhöht werden. Die Digitalisierung geht auch beim KSV1870 weiter.

KSV1870 kommt moderat über die Corona-Krise

Wolfgang Wahlmüller, KSV1870 Verbandsvorstandsmitglied, Josef Mayböck, KSV1870 Vizepräsident, Reinhold Süßenbacher, KSV1870 Vizepräsident, Roland Wernik, KSV1870 Präsident, Ricardo-José Vybiral, Geschäftsführer Kreditschutzverband von 1870, Hannes Frech, Geschäftsführer Kreditschutzverband von 1870 (v.l.n.r.)

Wien. Im Rahmen der 145. Generalversammlung hat der Kreditschutzverband von 1870 seinen Geschäftsbericht für das vergangene Jahr präsentiert. Im 150. Jahr seines Bestehens ist es gelungen, eine Betriebsleistung von 45,7 Mio. Euro zu erwirtschaften. Gleichzeitig konnte die Zahl der Mitglieder auf über 28.000 erhöht und der Modernisierungskurs nachhaltig vorangetrieben werden.

Die globale Corona-Pandemie stellte auch für den Kreditschutzverband von 1870 eine große Herausforderung dar. Nichtsdestotrotz ist es unter schwierigen Voraussetzungen gelungen, eine Betriebsleistung von 45,7 Mio. Euro zu erzielen und damit das Niveau des Vorjahres (45,9 Mio. Euro) zu halten. „Unser Jubiläumsjahr haben wir uns definitiv anders vorgestellt". sagt Ricardo-José Vybiral, Geschäftsführer des Kreditschutzverbandes von 1870. "Doch der KSV1870 hat einmal mehr bewiesen, dass es eine seiner großen Stärken ist, mit herausfordernden Situationen professionell umzugehen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Umso erfreulicher ist es, dieses zufriedenstellende Ergebnis einzufahren.“

Konstanz in den Geschäftsbereichen

Im Jahr 2020 haben 362 Mitarbeiter insgesamt über 41.000 Gläubiger in mehr als 9.100 eröffneten Unternehmensinsolvenzen und Privatkonkursen betreut, 5 Millionen Bonitätsauskünfte erteilt und über 400.000 Online-Abfragen zu österreichischen Wirtschaftsauskünften verzeichnet. Weiters wurden 91 Prozent des INFO-Umsatzes über E-Business-Lösungen generiert. Parallel dazu wurden 136.000 neue Inkassofälle (370.000 gesamt) bearbeitet und dabei rund 1 Mio. Mahnungen versendet.

Mehr Mitglieder, mehr Digitalisierung

Darüber hinaus ist es im Vorjahr trotz widriger Umstände gelungen, die Zahl der freiwilligen Mitglieder auf über 28.000 zu erhöhen. Im Vorjahr zählte der KSV noch 26.000 Mitglieder. „Insbesondere in Krisenzeiten erkennen die Unternehmer den Nutzen einer KSV1870 Mitgliedschaft und wissen es zu schätzen, dass sie sich auf uns verlassen können. Sei es im Rahmen der Wirtschaftsinformationen, im Forderungsmanagement oder in Insolvenzverfahren“, sagt KSV-Chef Vybiral.

Dieses Plus bei den Mitgliedern ist auch dem Umstand zu verdanken, dass der KSV1870 den sich vor rund fünf Jahren selbst auferlegten Modernisierungskurs konsequent umsetzt und dabei vor allem auf digitale Tools und Daten in Echtzeit fokussiert, die den Unternehmen in ihrem „daily business“ den entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Zwei Neue für den Verbandsvorstand

Im Zuge der virtuellen Generalversammlung wurden mit Oliver Schmerold (ÖAMTC) und Peter Umundum (Österreichische Post AG) zwei ausgewiesene Wirtschaftsexperten in den Verbandsvorstand gewählt, die ab sofort dabei unterstützen werden, den KSV1870 als Wirtschaftsplattform weiter zu stärken.

Oliver Schmerold (51) ist seit Jänner 2011 Direktor des ÖAMTC. Vor seiner Tätigkeit beim ÖAMTC startete Schmerold eine Konzernkarriere bei Alcatel (heute Alcatel-Lucent). wo er verschiedene internationale Managementpositionen inne hatte. Schmerold studierte Industrielle Elektronik und Regelungstechnik an der Technischen Universität Wien.

Peter Umundum (57) absolvierte ein Studium der Informatik/Technische Mathematik an der Technischen Universität in Graz und startete seine berufliche Karriere bei der Steirerbrau AG. Im Jahr 1996 wechselte Umundum zur Styria Media AG – bis 2005 war er unter anderem Geschäftsführer der „Kleine Zeitung“, „Die Presse“ und der Media Consult Austria. Seit 2005 ist Umundum für die Österreichische Post AG tätig. Zunächst übernahm er die Leitung der Division Brief, seit dem Jahr 2011 verantwortet er als Vorstand den Bereich Paket & Logistik. Darüber hinaus ist Umundum unter anderem auch Vorsitzender des Aufsichtsrates des europäischen Distributionsnetzwerkes EURODIS und Präsidiumsmitglied des Zentralverbandes für Spedition und Logistik.

Photovoltaik-Spezialist Energetica Industries ist Pleite

Energetica Industries hat 24,9 Mio. Euro Schulden angeschrieben. 112 …

Hopferwieser International aus Amstetten ist insolvent

Der Haustechnikspezialist hat Passiva in Höhe von rund 1,3 Mio. Euro …

Zahlungsmoral steigt trotz Corona-Krise merklich

Sowohl Firmen als auch Private haben bereits wieder eine hohe …

Bauwirtschaft im Fokus: Leicht gebremster Post-Corona-Boom

Rohstoffe sind knapp, bei den Baumaterialien sind die Preise zum Teil …