Kärntner Leuchtenhandel Esto schlitterte erneut in die Pleite

Die Reorganisation des Kärntner Leuchtenhändler Esto ist nach der Insolvenz 2018 nun gescheitert. 24 Dienstnehmer und mehr als 100 Gläubiger sind von der Pleite betroffen.

Kärntner Leuchtenhandel Esto schlitterte erneut in die Pleite

Klagenfurt. Die Esto Lighting GmbH, ein Kärntner Leuchtenhandel mit Sitz in Velden, ist erneut pleite. Reorganisationsmaßnahmen nach einer Insolvenz im Vorjahr ließen sich nicht wie erwartet umsetzen, berichteten Kreditschützer am Montag. Der Sanierungsplan mit einer 33-Prozent-Quote wurde nicht erfüllt. 24 Dienstnehmer und rund 110 Gläubiger sind betroffen. Die Überschuldung liegt bei etwa 2,2 Mio. Euro.

Laut Kreditschutzverband von 1870 stehen Passiva von 5,3 Mio. Euro Aktiva von 3,1 Mio. Euro gegenüber. Nun wird ein Sanierungsplan mit 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren angestrebt. Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Klagenfurt wurde eröffnet.

Die 1969 gegründete Firma hat sich auf Entwicklung, Design, Import und Vertrieb von Produkten aus Asien und Europa spezialisiert. Dazu gibt es auch zwei Vertriebstöchter in Serbien und Bosnien. Die für den Online-Vertrieb zuständige Ventini - kreative Produkte GmbH wurde mittlerweile liquidiert.

Angaben des Unternehmens zufolge gelang es nicht, Liquidität aus Verkaufsaktionen von Altbeständen zu lukrieren, auch der angedachte Verkauf der Betriebsliegenschaft kam nicht zustande. Geplante Teilvermietungen von Hallen scheiterten an aufwendigen Adaptierungen. Der Absatz in Deutschland brach wegen der Verunsicherung der Kunden durch das Sanierungsverfahren fast völlig zusammen. Auch eine Umstellung auf ein lagerloses Geschäftsmodell ließ sich nicht so einfach umsetzen.

Das aktive Forderungsmanagment gehört zu den Pflichten eines jeden Unternehmens.

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