Gläubiger der insolventen Auersperg Real Estate verlieren Millionen

Von den angemeldeten Forderungen in Höhe von etwa 45 Mio. Euro wurden laut KSV1870 bisher nur rund ein Drittel vom Insolvenzverwalter anerkannt. Nun soll das Barockpalais unter den Hammer.

Gläubiger der insolventen Auersperg Real Estate verlieren Millionen

Über das "Palais Auersperg" wird derzeit ein Schätzgutachten erstellt.

Wien. Die Wiener Auersperg Real Estate GmbH ist seit Weihnachten in Konkurs. Die Gläubiger der insolventen Eigentümerin des Barockpalais Auersperg in Wien-Josefstadt verlieren Millionen, wie bei der heutigen Prüfungstagsatzung am Handelsgericht klar wurde. Konkret hatten sie Forderungen in Höhe von insgesamt etwa 45 Mio. Euro angemeldet. Der Insolvenzverwalter habe davon derzeit aber nur rund knapp 16 Mio. Euro anerkannt, wie der Kreditschutzverband KSV1870 am Mittwoch bekanntgab.

Die Gläubigerschützer betonten jedoch, dass die Forderungsprüfung des Insolvenzverwalters "noch nicht abgeschlossen" sei. Dieser sei aktuell mit der konkursmäßigen Abwicklung des Unternehmens beschäftigt.

Wie der KSV1870 erfahren hat, wird der Insolvenzverwalter zur Feststellung des Wertes der im Eigentum der Schuldnerin stehenden Liegenschaft "Palais Auersperg" ein Schätzgutachten einholen, um die Liegenschaft in weiterer Folge "im Interesse der Gläubiger bestmöglich zu verwerten". Da könnte also noch zusätzlich Geld für die Gläubiger rausschauen.

Über die Eigentümerin des geschichtsträchtigen Palais Auersperg war am 15. Dezember das Konkursverfahren eröffnet worden. Insgesamt 16 Gläubiger haben Ansprüche beim Handelsgericht angemeldet. Zur Verfahrensdauer sowie zu den Befriedigungsaussichten der Gläubiger könne zu diesem Zeitpunkt "noch keine seriöse Prognose" abgegeben werden, so der KSV1870.

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