Einrichtungskette Butlers meldete auch in Österreich Insolvenz an

Nach dem eingeleiteten Insolvenzverfahren über die Einzelhandelskette Butlers in Deutschland schlittert nun auch die Österreich-Tochter in die Insolvenz. Derzeit ist offen, ob die acht Filialen in Österreich auch in der Insolvenz fortgeführt werden.

Einrichtungskette Butlers meldete auch in Österreich Insolvenz an

Die insolvente Butlers-Einrichtungskette will sich in Deutschland entschulden und neu durchstarten - unter anderem via Internet. In Österreich wurde nun erst einmal Konkurs angemeldet.

Die Pleite der deutschen Einrichtungskette Butlers hat nun auch ihre Tochter in Österreich erfasst. Über die in Wien ansässige Zweigniederlassung wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Ein Antrag auf Sanierung und ein entsprechender Plan seien noch nicht eingebracht worden. Es sei derzeit nicht klar, ob eine Fortführung angedacht ist.

Die Butlers Handel GmbH in Wien, an der sämtliche Österreich-Betriebsstätten hängen, hat im Jahr 2015 laut Firmenbuch 12,8 Millionen Euro umgesetzt und knapp 113.000 Euro Verlust gemacht. Butlers betreibt in Österreich aktuell acht Geschäfte. Die nunmehrige Insolvenz betrifft alle Filialen, hieß es beim Insolvenzverwalter in Deutschland. Details wurden keine bekanntgegeben.

Ende März hatte ein Sprecher des Insolvenzverwalters noch erklärt, dass die Butlers-Einrichtungsgeschäfte in Österreich vorerst weitergeführt werden sollen. Eine Filiale wurde erst kürzlich geschlossen, was aber mit der Insolvenz nichts zu tun haben soll. Die Filiale wäre ohnehin geschlossen worden, teilte das Unternehmen mit. Das nunmehrige Insolvenzverfahren wurde am Handelsgericht (HG) Wien eröffnete, das Hauptinsolvenzverfahren läuft jedoch am Amtsgericht Köln.

Die Schlankheitskur

Die Geschäftsleitung von Butlers hatte bereits am 27. Jänner 2017 beim Amtsgericht in Köln Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Insolvenzverwalter Jörg Bornheimer will bis Ende Juni 19 unrentable Standorte schließen. Rund 100 der 900 Mitarbeiter verlieren ihren Job. 75 deutsche Filialen sollen weiterhin fortgeführt werden.

Butlers-Chef und -Gründer Wilhelm Josten will das Sortiment überarbeiten, das Ambiente in den Geschäften edler gestalten und mehr auf Wohn-Deko, Geschirr und anderes Küchenzubehör anstatt auf Möbel setzen. Zu den Filialschließungen und der Überarbeitung des Sortiments soll die Zahl der klassischen Print-Kataloge "drastisch reduziert" werden. Das Warenangebot im eigenen Online-Store sowie auf den Marktplätzen relevanter Online-Plattformen soll hingegen deutlich erweitert werden.

Bis zur Gläubigerversammlung am 23. Juni soll ein Insolvenzplan erstellt werden. Die deutsche "Wirtschaftswoche" hat zuletzt über den Einstieg eines Investors spekuliert. Bornheimer hielt sich bedeckt: "Wir testen den Markt."

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