Blumenhotel in St. Veit schlittert in Millionenpleite

Blumenhotel in St. Veit schlittert in Millionenpleite

Das Blumenhotel in St. Veit an der Glan ist in Konkurs. Der Insolvenzantrag wurde am Montag am Landesgericht Klagenfurt eingebracht, die Überschuldung beträgt 4,75 Mio. Euro. Von der Millionenpleite betroffen sind 21 Mitarbeiter und rund 36 Gläubiger, wobei allein die Forderung der Heta 3,6 Mio. Euro beträgt. Ein Sanierungsplan mit den Gläubigern wird laut Insolvenzantrag nicht angestrebt.

Das Hotel gehört der HICO Hotel Investment & Consulting St. Veit/Glan GmbH, deren Gesellschafter sind eine SG Grundstücksverwertung GmbH aus St. Veit und eine Minganelli Investment mit Sitz in Zypern. Als stille Gesellschafter mit je einer Million Euro Einlage fungieren zudem zwei Russen, deren Einbürgerung vom damaligen freiheitlichen Landeshauptmann Jörg Haider aktiv betrieben worden war. Die beiden revanchierten sich mit Sponsormillionen für den Kärntner Autorennfahrer Patrick Friesacher. Ihre österreichischen Pässe erhielten die Russen dann bei der letzten Ministerratssitzung des Kabinetts Schüssel zugesprochen.

Das Hotel, das ursprünglich der Stadt gehört hatte, lief in den vergangenen Jahren schlecht. Das führte dann auch dazu, dass der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds KWF den Wegfall der Förderungsvoraussetzungen konstatierte und 1,6 Mio. Euro zurückforderte. Diese Forderung muss in der Bilanz 2015 berücksichtigt werden, wodurch ein Weiterbetrieb offenbar nicht mehr möglich war. Die Gesellschaft ist sowohl überschuldet als auch zahlungsunfähig.

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