Drei Jahre danach: Erstes Geld für Alpine-Gläubiger

Vor rund drei Jahren wurde das Insolvenzverfahren über die Alpine Bau GmbH eröffnet. Eine Überschuldung von rund 2,9 Milliarden Euro bedeutete die bislang größte Insolvenz in der Geschichte der Zweiten Republik. Nun konnte der Masseverwalter den Gläubigern erste Quote von fünf Prozent ihrer Forderungen bekanntgeben.

Drei Jahre danach: Erstes Geld für Alpine-Gläubiger

Drei Jahre nach der Insolvenz der Alpine Bau GmbH sehen die Gläubiger nun erstmals einen kleinen Teil ihres Geldes wieder: "Bei dem gegenwärtigen Massestand ist es möglich, in den nächsten Wochen eine erste Quote von fünf Prozent zu verteilen", teilt Jürgen Gebauer vom Kreditschutzverband von 1870 mit. Eine Gesamtquote von letztlich rund zehn Prozent sei "nicht mehr unrealistisch".

Der einst zweitgrößte Baukonzern in Österreich (hinter der Strabag) hatte im Sommer 2013 mit Passiva von rund 2,9 Mrd. Euro die bisher größte Pleite nach dem Zweiten Weltkrieg hingelegt. Der Bauriese beschäftigte rund 7.000 Mitarbeiter, hatte zum Zeitpunkt der Inslovenz rund 1.000 Leasingverträge laufen und etwa 550 aufrechte ARGE-Verträge. Über insgesamt 18 Auslandsniederlassungen waren eine Vielzahl von Baustellen von der Insolvenz betroffen.

Entgegen den ursprünglichen Befürchtungen konnten die Insolvenzverwalter im Rahmen der Konkursverwertung wesentlich erfolgreicher agieren. Insolvenzverwalter Stephan Riel wird daher in den nächsten Wochen eine Quote von fünf Prozent an die betroffenen Gläubiger verteilen. Bis zum Abschluss des Insolvenzverfahrens könnte sich die Auszahlungsquote für die Gläubiger noch auf rund zehn Prozent verdoppeln. Allerdings wird das Verfahren aufgrund seiner Komplexität und Größe voraussichtlich noch mehrere Jahre dauern. Dabei bremsen vor allem die anhängigen Gerichtsprozesse gegen die spanische Konzernmutter FCC (Fomento de Construcciones y Contratas).

Kein Geld für Anleihen-Inhaber

Die Inhaber von Alpine-Anleihen gehen bei der Zwischenverteilung leer aus. Über die Emittentin Alpine Holding GmbH laufe ein eigenes Insolvenzverfahren, erinnerte der Kreditschutzverband. Ob die Bond-Gläubiger im Alpine-Holding-Verfahren gänzlich durch die Finger schauen, hängt den Angaben zufolge "gänzlich vom Erfolg mehrerer Millionenprozesses ab und kann derzeit noch überhaupt nicht abgeschätzt werden".

Die Salzburger Baufirma Alpine begab in den Jahren 2010 bis 2012 drei Anleihen in Höhe von insgesamt 290 Millionen Euro. Heimische Banken verkauften die Bonds auch in großem Stil an Kleinanleger. Zum Zeitpunkt der Emissionen befand sich der Baukonzern bereits in finanziellen Turbulenzen, wie sich später herausstellte.

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