Immofinanz übernimmt s Immo Aktien von Pecik und Benko

Immofinanz übernimmt s Immo Aktien von Pecik und Benko

s Immo-Chef Ernst Vejdovszky hat mit der Immofinanz einen neuen Großakltionär.

Der österreichische Investor Ronny Pecik und die Signa-Gruppe rund um René Benko haben der Immofinanz s Immo-Aktien verkauft. Die Immofinanz erwirbt insgesamt 29 Prozent der s Immo-Aktien - kurz nachdem Starwood ein Offert an Immofinanz und CA Immo gelegt hatte.

Das Beteiligungskarussell am heimischen Immo-Markt dreht sich kräftig weiter. Kaum hat der US-Investor Starwood Capital heute seine Einstiegsabsicht bei der Immofinanz (bis zu 5 Prozent) und bei der CA Immo (bis zu 26 Prozent) um bis zu rund 800 Millionen Euro präzisiert, prescht die Immofinanz wenige Stunden danach selbst vor. Und setzt mit dem Kauf von 29,14 Prozent am dritten österreichischen Player s Immo eine weitere Duftmarke.

Die Immofinanz zahlt für das Aktienpaket 390 Millionen Euro, pro s Immo-Aktie (ISIN AT0000652250) sind das 20 Euro. Die Verkäufer sind zwei Prominente im heimischen Investorengeschäft: die RPR-Gruppe (21,86 Prozent) rund um den Geschäftsmann Ronny Pecik sowie die Signa-Gruppe (7,28 Prozent) rund um den Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko machen Kasse.

Die Finanzierung erfolgt laut Immofinanz aus vorhandenen liquiden Mitteln des Konzerns und "gegebenenfalls durch die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals". Immofinanz, s Immo und auch die CA Immo notieren an der Wiener Börse. Die s Immo ist an der Immofinanz ihrerseits mit 12 Prozent beteiligt.

Kartellgericht muss entscheiden

Die kartellrechtliche Freigabe der Transaktion in Österreich, Deutschland und anderen Jurisdiktionen steht noch aus. Das Closing wird "in einigen Monaten erwartet".

Betreffend der 26-Prozent-Beteiligung der Immofinanz an der CA Immo als weiteren wichtigen Player am österreichischen Immobilienmarkt gelte unverändert, dass die Immofinanz "unabhängig von der Möglichkeit eines Zusammenschlusses" auch weitere strategische Optionen prüfe. Dazu zähle unter anderem auch "ein möglicher gewinnbringender Verkauf der CA-Immo-Beteiligung". Der Merger liegt seit Februar auf Eis.

Die Immofinanz-Aktie (ISIN AT0000809058) notiert am Mittwoch bei 2,12 Euro mit 3,01 Prozent im Minus. Der Aktienkurs von s Immo (ISIN AT0000652250) ist hingegen um 4,47 Proeznt auf 16,84 Euro gestiegen

Die Immofinanz begründet Kauf der s Immo Anteile damit, dass sich das Immobilienportfolio der s Immo mit dem eigenen in den Bereichen Büro und Einzelhandel ergänze, sodass mit einer stärkeren Marktstellung beider Unternehmen und damit verbundenen Synergien in der Bewirtschaftung der Immobilien gerechnet werden könne. Im Fall einer zukünftigen Zusammenführung der beiden Unternehmen würde außerdem auf Grund der gesteigerten Größe die Position am Kapitalmarkt gestärkt. Darüber hinaus könnten erhebliche Synergiepotenziale im Bereich der Finanzierungs- und Gemeinkosten erzielt werden.

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