Immofinanz-Affäre: Neue Razzia bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG

Am 6. Mai fand die zweite Hausdurchsuchung bei der Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG in Wien statt. Es wurden Unterlagen, EDV-Geräte sowie elektronische Datenträger sichergestellt. Mit den Unterlagen soll der Untreueverdacht gegen die ehemaligen Immofinanz-Chefs Karl Petrikovics und Norbert Gertner sowie deren Aufsichtsrat Helmut Schwager erhärtet werden.

Am 6. Mai blieb den Managern der Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG wieder einmal die Spucke weg. Bereits zum zweiten Mal stürmten Beamte des Bundeskriminalamts im Auftrag von Staatsanwalt Norbert Haslhofer die Firmenzentrale in der Wiener Porzellangasse. „Die Mitarbeiter der KPMG zeigten selbstverständlich volle Kooperation mit den Behörden“, bestätigt KPMG-Sprecherin Christine Enzi. „Unser Unternehmen war bei dieser Aktion jedoch nicht im Fokus der Untersuchungen.“

Vierstündige Hausdurchsuchung
„Durchsucht wurden die Büroräumlichkeiten von Johann Perthold und Stefan Haslinger. Bei der Durchsuchung wurden Unterlagen und EDV-Geräte sowie elektronische Datenträger sichergestellt“, heißt es im Polizeibericht vom 7. Mai 2009, der FORMAT vorliegt. „Über Verlangen der Beteiligten der Firma KPMG und der Kammervertreterin wurden die sichergestellten Unterlagen und EDV-Geräte versiegelt. Ebenfalls wurde gegen die Hausdurchsuchung widersprochen.“ Nach vier Stunden war der Spuk zu Ende.

Suche nach Beweisen gegen Ex-Organe
In den beschlagnahmten Unterlagen hofft Haslhofer Beweise zu finden, die seinen Untreueverdacht gegen die ehemaligen Immofinanz-Chefs Karl Petrikovics und Norbert Gertner sowie deren Aufsichtsrat Helmut Schwager erhärten. Die drei sollen Ende 2006 und Anfang 2007 mit dubiosen Immofinanz-Optionsdeals rund 20 Millionen Euro kassiert haben – ohne Kapitaleinsatz und ohne Risiko (siehe Artikel ) . Die Beschuldigten bestreiten widerrechtliches Verhalten. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

Von Ashwien Sankholkar

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