
Mitarbeiter aus dem Büro in Dubai wurden evakuiert. Der börsennotierte Salzburger Kranhersteller konnte im Vorjahr trotz US-Zollstreit und geopolitischen Spannungen den Umsatz und Gewinn stabil halten.
Palfinger-Chef Andreas Klauser erwartet sich durch den „nicht ganz unerwarteten" Krieg im Nahen Osten „nur minimale Auswirkungen" auf sein dortiges Geschäft. Die Mitarbeiter im Büro Dubai wurden vorsorglich evakuiert und arbeiten von zu Hause aus. Geschäftsentgang befürchtet er keinen. Die „größten Auswirkungen" werde der Konflikt mittelfristig auf die Energiekosten haben. Da Palfinger jedoch „nicht sehr energieintensiv" sei, werde es das Unternehmen „nicht so hart treffen".
Der Palfinger-Vorstand präsentierte am Dienstag die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Die Erlöse betrugen 2,36 Milliarden Euro, der Konzerngewinn belief sich auf 97 Millionen Euro. Während in den USA die Zölle die Nachfrage gedämpft haben und die autonomen russische Aktivitäten litt, weil „die Wirtschaft eingebrochen sei", war Europa insgesamt stabil. Nur vom angekündigten deutschen Konjunkturpaket sei derzeit „keine Wirkung" zu sehen. Als attraktivster Wachstumsmarkt für den Kranhersteller gilt derzeit Indien, wo 2027 eine eigene Montage eröffnet werden soll. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sank um 300 auf etwas über 12.000.
Für den Palfinger-Vorstand ist das laufende Geschäftsjahr „knapp bis über das 1. Halbjahr 2026 hinaus" abschätzbar, die Visibilität bleibt „jedoch aufgrund der allgemeinen weltwirtschaftlichen Lage für das Gesamtjahr eingeschränkt". Entscheidend für das zweite Halbjahr sei „die weitere Erholung der europäischen sowie die Entwicklung der US-amerikanischen Konjunktur", so die Palfinger-Manager im Geschäftsbericht 2025. Der Kranhersteller will bis zum Jahr 2030 mehr als 3 Milliarden Euro Umsatz erzielen und eine EBIT-Marge von 12 Prozent erreichen. Im Vorjahr betrug die Marge 7,5 Prozent. Ab 23. März notiert das Unternehmen nach 16 Jahren Absenz wieder im ATX.
