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Banales Kautschukband war gestern. Wenn es um Soft Straps geht, sprechen wir von ausgeklügelten Materialkombinationen, kreativen Designs und komplexen Konstruktionen. Die neue Generation des Uhrenarmbands hebt Tragekomfortund Optik gleichermaßen auf ein neues Niveau. 

Die Geschichte des Kautschukarmbandes reicht überraschend lang zurück. Die bereits in den 1950er-Jahren entwickelten Bänder blieben allerdings für lange Zeit dem Taucheruhren-Genre vorbehalten. In den Sechzigerjahren erhielt das perforierte, salzwasserbeständige und schnell trocknende Kautschukband den Kosenamen „Tropic Band“ und etablierte sich als Standardzubehör für professionelle Taucheruhren. Es dauerte eine Weile, doch wie vieles in der Uhrenszene emanzipierte sich schlussendlich auch das Kautschukband eines Tages von seiner rein funktionellen Rolle zum Lifestyle-Produkt.

Vom Stilbruch zum Kultobjekt.

Ein entscheidender Schritt gelang in den 1980ern, als Kautschuk erstmals im Luxusuhrensegment eingesetzt wurde: an einer Golduhr von Hublot. Das fälschlich als „billiges Plastik“ bezeichnete Band wurde von Fachkreisen als unpassend kritisiert. Schlussendlich legte jedoch genau diese Kombination den Grundstein für eine neue Ära sportlich-eleganter Armbanduhren. 

Wenn Marken wie Rolex, Patek Philippe oder Vacheron Constantin ein Trend-Material in ihre Kollektion implementieren, gilt das als Ritterschlag. Auf vielfachen Kundenwunsch nach einer sportlich-leichten, tragefreundlichen Alternative zum Metallband setzte Rolex 2015 mit „Oysterflex“ dem Kautschukband die Krone auf. Denn es wäre nicht Rolex, wenn nicht mehr dahintersteckte. De facto handelte es sich um ein Hightech-Armband mit flexiblem Metallkern, ummantelt von Hochleistungselastomer.

Doch der beste Clou kommt erst: Dank patentierter „Fins“ an der Bandinnenseite entsteht ein komfortabler Luftpolster zwischen Haut und Band – ein Meilenstein des Tragekomforts. Oysterflex startete eine Entwicklung ungeahnten Ausmaßes. Mittlerweile verfügt ein Großteil aller namhaften Manufakturen über eigens entwickelte Komfort-Bänder aus Kautschuk oder Silikon, teilweise in Kombination mit Textil oder Leder. Der Kreativität sind auch hier keine Grenzen gesetzt.

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