Was CEOs über Babler, Zeiler und die SPÖ denken

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 © Lukas Ilgner (4), APA-Images / KURIER / Jeff Mangione, HP Hewlett Packard Austria GmbH

Eva Dichand, Johannes Braith, Eveline Steinberger, Michaela Novak-Chaid, Stefan Pierer Stephan Zöchling (v.l.)

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Was österreichische CEOs über das Wirtschaftsprofil der SPÖ und die Zeiler-Debatte sagen.

Eveline Steinberger, Unternehmerin (Blue Minds)

Als Unternehmerin suche ich bei politischer Führung wirtschaftliche Kompetenz und internationale Erfahrung – beides bringt Gerhard Zeiler zweifellos mit. Ob er als Kandidat „wählbar“ wäre, hängt aber weniger an seiner Person als an der Frage, ob die SPÖ bereit ist, sich programmatisch wieder stärker in Richtung Wirtschaftskompetenz und gesellschaftliche Mitte zu bewegen. Das ist unabhängig vom Namen an der Spitze.

Johannes Braith, Start-up-Unternehmer (Storebox)

Ich selbst komme aus bescheidenen Verhältnissen und habe mein Logistikunternehmen durch eigene Arbeit aufgebaut. Bablers Klassenkampf-Rhetorik spricht mich nicht an. Menschen wie Zeiler, der einen tollen Lebenslauf hat, bieten das passendere Angebot für Start-ups, weil sie die Wirtschaft ins Zentrum stellen. Damit die SPÖ wählbar wird, würde ich mir radikale Eingriffe wünschen: massive Einsparungen bei Förderungen und Föderalismus und mit dem Geld eine deutliche Senkung der Lohnnebenkosten finanzieren. In der Incentivierung von privatem Kapital sehe ich einen weiteren wichtigen Hebel für die Rückkehr auf den Wachstumspfad.

Stefan Pierer, Industrieller (Pierer Industrie AG)

Die SPÖ ist in einer Sanierungs- und Restrukturierungssituation. Deshalb Hochachtung vor Menschen wie Zeiler: Ich bewundere Leute, die sich so etwas nach einem erfolgreichen Managerleben antun wollen. In der Politik haben wir ja ansonsten eine Negativauswahl. Als Unternehmer ist man allerdings geneigt, ähnlich wie in Unternehmen auch in der Politik zu agieren – das funktioniert in der Regel nicht.

Eva Dichand, Verlegerin (Heute)

Eine starke SPÖ wäre gut fürs Land. Die Extremen nach rechts und links sind gefährlich – leider haben sie mit ihren vereinfachten Feindbildern Erfolg, auf der einen Seite die Ausländer, auf der anderen Seite die Reichen. Ich kenne Gerhard Zeiler kaum. Alles andere wäre aber besser, als es jetzt ist. Peter Hanke ist etwa in Sachen Wirtschaft ein Highlight, er bringt auch die nötigen Netzwerke mit und wäre vielleicht ein guter Kompromiss zwischen Stadt Wien und Bundes-SPÖ. Dass „Krone“, „Heute“ & Co. deshalb gegen Babler sind, weil er ihnen in der Medienförderung nicht entgegenkommt – das ist linker Spin. So groß wäre die Medienförderung ja nun auch nicht ausgefallen, und Babler ist schon selber schuld an seinem schlechten Standing. 

Michaela Novak-Chaid, Tech- Managerin (NXAI)

Welche Parteivorsitzenden die jeweiligen Parteien für sich wählen, ist ausschließlich Sache der Parteien. Als europäisches KI-Unternehmen aus Österreich begrüßen wir jede internationale Ausrichtung und unternehmerische Kompetenz. Wir brauchen die internationale Perspektive und Geschwindigkeit: Im Wettbewerb um KI und Robotik konkurrieren wir mit den USA und China. Für uns ist wichtig, dass Österreich als Standort für Zukunftstechnologien eine wesentliche Rolle spielen muss und wir jede Unterstützung diesbezüglich begrüßen.

Stephan Zöchling, Unternehmer (u. a. Remus)

Die SPÖ hat keine Politiker an der Spitze der Partei, um sie wählbar zu machen. Peter Hanke, Michael Ludwig oder der Kärntner Ex-Landeshauptmann Peter Kaiser sind ja leuchtende Beispiele für eine bürgerliche Bildungs-SPÖ mit Verständnis für die Wirtschaft. Babler ist nicht einmal der Rede wert. Auch Marterbauer ist nicht wählbar, weil er sein Leben lang als Ökonom in der Arbeiterkammer gearbeitet hat und für den Klassenkampf gegen Unternehmer, Wirtschaft und Industrie steht. So jemand hat in der Funktion des Finanzministers eigentlich nichts verloren.

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