
Die neue WKO-Präsidentin Martha Schultz verschlankt den Vorstand des ÖVP-Wirtschaftbunds. Hochrangige WKO-Funktionäre verlieren ihre Posten.
von
Die neue Wirtschaftskammer-Präsidentin und geschäftsführende Präsidentin des ÖVP-Wirtschaftsbunds Martha Schultz entmachtet laut einem Bericht der „Krone“ (online) noch vor ihrer Wahl zur offiziellen Wirtschaftsbund-Chefin ihre fünf Stellvertreter im Vorstand. Eine Wirtschaftsbund-Sprecherin bestätigte der APA den Umbau im Vorstand, der neben Schultz nur noch zwei statt fünf Stellvertreter vorsieht - eine davon soll ÖVP-Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl werden.
Damit verlieren die bisherigen Wirtschaftsbund-Vizepräsidentinnen und -präsidenten ihre Vorstandsposten. Darunter der Wiener WK-Chef Walter Ruck, der sich zuletzt mit Postenschachervorwürfen konfrontiert sah, der Steirer Josef Herk, der Salzburger Peter Buchmüller, Oberösterreichs Doris Hummer und Niederösterreichs Wolfgang Ecker. Der entsprechende Beschluss dafür ist bei einer Obleuterunde des Wirtschaftsbundes Anfang März gefallen, wie die APA erfuhr. Neben Eibinger-Miedl soll Burgenlands Kammerpräsident Andreas Wirth neuer Stellvertreter werden.
Schultz hatte das Amt interimistisch nach dem Rücktritt Harald Mahrers im Zuge seines turbulenten Rückzugs übernommen und soll bei der um ein Jahr vorgezogenen Wirtschaftsbund-Generalversammlung am 17. April offiziell zu dessen Präsidentin gewählt werden, die sie in der WKÖ bereits ist.
An den angekündigten Strukturreformen in der Unternehmerkammer wird unterdessen auch gearbeitet. Schultz will wie berichtet alleine heuer 4,2 Mio. Euro einsparen, um das WKÖ-Wirtschaftsjahr 2026 mit einer schwarzen Null zu bilanzieren und nicht tiefrot. Bis zum Herbst sollen größere Reformen fixiert werden. Dafür braucht Schultz auch die Länderkammern.