Zurich Insurance kommt bei Naturkatastrophen gut davon

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Betriebsgewinn stieg 2025 um 14 Prozent auf fast 8,9 Mrd. Dollar
 © APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI
©APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Der Schweizer Versicherer Zurich hat das Jahr 2025 mit Rekordergebnissen abgeschlossen. Ein Grund dafür war die geringe Schadenlast aus Naturkatastrophen im Vergleich zu früheren Jahren. Konzernchef Mario Greco erklärte dies mit der Vorsicht des Konzerns beim Abschluss entsprechender Versicherungsverträge: "Das zahlt sich aus." Im abgelaufenen Jahr waren die Gewinne auf Rekordhoch.

von

Das Betriebsergebnis des Konzerns wuchs gegenüber dem Jahr davor um 14 Prozent auf knapp 8,9 Mrd. US-Dollar (7,5 Mrd. Euro). Der Überschuss legte um 17 Prozent auf 6,8 Mrd. Dollar zu, wie der Konzern bekanntgab. Beide Werte erreichten Rekordhöhen. Zudem übertraf der Konzern die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 30 Franken (32,88 Euro) je Aktie erhalten, um zwei Franken mehr als ein Jahr zuvor. Für die Zurich-Aktie ging es jedoch trotz der überraschend guten Zahlen um knapp 1 Prozent abwärts.

"Das Resultat verdeutlicht, dass wir auf sehr gutem Weg sind, unsere Ziele für 2027 zu erreichen oder sogar zu übertreffen", sagte Greco. So soll der Gewinn je Aktie (EPS) im jährlichen Schnitt um mehr als 9 Prozent wachsen.

Im abgelaufenen Jahr schnitt Zurich im Schaden- und Unfallgeschäft besser ab als im Vorjahr und konnte den Schaden-Kosten-Satz um 1,6 Prozentpunkte auf 92,6 Prozent senken.

Das teuerste Katastrophenereignis waren 2025 die Waldbrände in Kalifornien, die zu Jahresbeginn weite Teile von Los Angeles verwüstetet hatten. Nach Schätzungen aus der Branche mussten Versicherer dafür insgesamt 40 Mrd. US-Dollar an Schäden schultern. Zurich ist in den USA stark vertreten und hatte für sich ursprünglich eine Belastung von 200 Mio. Dollar veranschlagt. "Diese Belastung konnten wir auf 150 Millionen senken", sagte Finanzchefin Claudia Cordioli nun.

Zu keinen größeren Belastungen dürften bei Zurich laut Cordioli die jüngsten Winterstürme in den USA mit der folgenden Kältewelle geführt haben. Was die Sturmereignisse und Überschwemmungen vom Jänner und Februar in Portugal, Frankreich oder Italien betrifft, sei es indes noch zu früh, um Angaben zu machen.

Derzeit arbeitet Zurich an der Übernahme des britischen Spezialversicherers Beazley. Anfang Februar legten die Schweizer mehr Geld auf den Tisch und erhielten im Gegenzug die Unterstützung des Verwaltungsrats von Beazley. Das jüngste Gebot bewerte den Spezialversicherer mit rund 8 Mrd. britischen Pfund (9,2 Mrd. Euro), hieß es weiter.

LAUSANNE - SCHWEIZ: FOTO: APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI

Über die Autoren

Logo