
von
"Unsere Fluggesellschaften haben über 100 Millionen Passagiere befördert und ein operatives Ergebnis von mehr als 2 Mrd. Euro erzielt - eine Premiere in unserer Geschichte", betonte Konzernchef Ben Smith. Analysten hatten laut LSEG-Daten 1,88 Mrd. Euro gerechnet. Die Aktien des Luftfahrtkonzerns stiegen in der Früh um rund 9 Prozent.
Zu dem unerwartet guten Ergebnis trugen auch gesunkene Treibstoffpreise sowie höhere Einnahmen bei. Das Wachstum war besonders auf den Transatlantikrouten stark, insbesondere in den Premiumkabinen von Air France. Der Konzern hatte zuvor viel in schnelleres WLAN, modernisierte Flughafen-Lounges und eine überarbeitete Luxusklasse investiert. Auch die deutsche AUA-Mutter Lufthansa modernisiert ihre Flotte grundlegend mit neuen Flugzeugen und bequemerer Innenausstattung, vor allem in den oberen Buchungsklassen.
Für 2026 plant Konzernchef Ben Smith einen weiteren Geschäftsausbau. Zuletzt verkauften sich Premium-Tickets für die lukrativen Strecken zwischen Europa und Nordamerika besonders gut, und dies trotz der Spannungen in der Weltpolitik. Zur Unternehmensgruppe gehört neben der französischen Air France und der niederländischen KLM auch die Billigfluggesellschaft Transavia.
Für das laufende Jahr rechnet Air France-KLM mit einer Kapazitätserhöhung des Angebots um 3 bis 5 Prozent, da neue Flugzeuge ausgeliefert werden. Bis 2028 soll die operative Marge auf mehr als 8 Prozent steigen. Im vergangenen Jahr betrug sie 6,1 Prozent.
Die Kosten stiegen jedoch weiter an, wobei vor allem die Gebühren am niederländischen Flughafen Schiphol den Ertrag pro Passagier schmälerten. Analysten wiesen zudem auf eine mögliche Verlangsamung bei Reisen von US-Amerikanern nach Europa in diesem Jahr hin. Konjunktursorgen könnten die Nachfrage nach Fernreisen belasten. Air-France-KLM-Aktien stiegen binnen Jahresfrist um fast 34 Prozent. Anleger goutierten, dass der Konzern trotz teurer Tarifabschlüsse seine Kosten im Griff behielt.