Zahlungsdienstleister Adyen erhöht Umsatzprognose

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Adyen-Aktien legt im Euro-Stoxx-50 massiv zu
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Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen hat nach kräftigen Zuwächsen im ersten Halbjahr und wegen Zukäufen die Umsatzprognose leicht erhöht. An der Börse wurden die Zahlen und die verbesserten Wachstumsaussichten mit Begeisterung aufgenommen. Die im Euro-Stoxx-50 notierte Aktie legte um fast ein Fünftel auf 1.080 Euro zu. Damit reduzierte das Papier seinen Jahresverlust auf 22 Prozent.

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Die Anleger störten sich auch nicht daran, dass der Konzern beim Blick auf die Profitabilität wegen der abgeschlossenen Übernahmen von Talon.One und Orb etwas vorsichtiger wurde. Die Marge basierend auf dem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde 2026 wegen der Zukäufe wahrscheinlich einen Prozentpunkt unter dem 2025er-Niveau von 53 Prozent liegen. Bis 2028 soll die Marge weiter auf mehr als 55 Prozent steigen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Amsterdam mitteilte.

Beim Erlös rechnet der Konzern für das laufende Jahr unter anderem wegen der Zukäufe mit einem um Währungseffekte bereinigten Anstieg von 21 bis 23 Prozent. Damit wurde die Spanne um einen Prozentpunkt erhöht.

Im ersten Halbjahr zog der Umsatz währungsbereinigt um 21 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro an. Das über Adyen-Plattformen abgewickelte Zahlungsvolumen stieg um fast ein Viertel auf etwas mehr als 800 Milliarden Euro. Die operative Marge sei bei 49 Prozent beziehungsweise bereinigt um Sonderposten im Kontext der Übernahmen bei 50 Prozent gelegen.

Nach Einschätzung des JPMorgan-Analysten Sandeep Deshpande sind die Zahlen im Rahmen der Erwartungen bis etwas darüber hinaus ausgefallen. Bereinigt um die Sondereffekte sei der operative Gewinn besser als erwartet ausgefallen. Zudem habe Adyen angedeutet, OpenAI als Kunden gewonnen zu haben. Dies würde das Wachstum mit Anbietern im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) untermauern.

Das Unternehmen ist seit 2018 an der Börse. Das Papier war von Anfang an stark gefragt. Am ersten Handelstag hatte sich der Kurs vom Ausgabepreis in Höhe von 240 Euro fast verdoppelt. Die Bewertung ist von rund 7,5 Milliarden Euro zum Start auf zuletzt knapp 34 Milliarden Euro gestiegen.

Der Anteilschein unterliegt immer wieder starken Schwankungen. In der Corona-Pandemie war das Papier im Herbst 2021 wegen des Booms bei Online-Zahlungen bis auf 2.835 Euro gestiegen. Danach war der Kurs wegen Zweifeln an der Wachstumsgeschichte des Unternehmens abgestürzt.

2023 ging es zeitweise sogar bis auf 600 Euro herunter. Nachdem sich das Papier von diesem Rückschlag bis Anfang 2025 wieder erholt hatte und bis auf fast 1.900 Euro gestiegen war, ging es unter anderem wegen gesenkter Wachstumserwartungen wieder kräftig nach unten - bis auf weniger als 800 Euro Anfang Juni dieses Jahres. Danach zog der Kurs wieder Schritt für Schritt an und beschleunigte nach den Halbjahreszahlen die Erholung.

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