
von
Eine finale Einigung zwischen den USA und Iran lässt weiter auf sich warten, wobei Hoffnungen auf ein Abkommen dominieren, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Tageskommentar. Das Hin und Her an den Börsen dürfte sich nach Einschätzung der Experten wohl noch fortsetzen. Zudem sieht es bei der Europäischen Zentralbank danach aus, dass die Leitzinsen im Juni erhöht werden.
Am heimischen Aktienmarkt rückte Porr mit einer Zahlenvorlage in den Fokus. Der Baukonzern sieht sich weiter auf Wachstumskurs. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich heuer im ersten Quartal um 13,1 Prozent auf 14,3 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg demnach gegenüber der Vorjahresperiode um nur 3 Prozent auf 66,8 Mio. Euro. Die Bauleistung wuchs um 2,3 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Die Porr-Titel legten geringfügig um 0,14 Prozent zu. Laut Erste Group lagen die veröffentlichten Ergebnisse für das abgelaufene Jahresviertel im Rahmen der Erwartungen.
Ins Blickfeld rückte auch mit Berichten die KTM-Mutter Bajaj Mobility. Internationale und heimische Medien berichten über "Alibi-Zulassung" bei KTM-Enduro-Motorrädern. In der Szene gilt das Vorgehen als offenes Geheimnis. Es geht um PS und Abgaswerte. Der kriselnde österreichische Motorradbauer verkaufe Bikes mit einer Zulassung, die nicht für den eigentlichen Einsatz gedacht sei, so ORF und "Der Standard". Die KTM AG weist die in aktuellen Medienberichten erhobenen Vorwürfe, KTM würde illegale Motorräder in Verkehr bringen, entschieden zurück. Die Bajaj-Aktien reagierten mit einem Abschlag von neun Prozent. Seit dem Jahresauftakt liegen die Titel in Summe aber noch fast 30 Prozent im Plus.
Im Technologiebereich setzten die AT&S-Papiere ihren Höhenflug mit plus 1,6 Prozent fort. Heuer haben die Aktien des Leiterplattenherstellers schon beachtliche mehr als 340 Prozent gewonnen.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/THEMENBILD/HANS PUNZ