Wiener Börse zeigt sich am Nachmittag im Plus

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ATX steigt um 0,73 Prozent
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montagnachmittag weiterhin im Plus gezeigt. Der heimische Leitindex ATX stieg gegen 14 Uhr um 0,73 Prozent auf 5.663 Einheiten. Der ATX Prime gewann 0,69 Prozent auf 2.818 Zähler. An den europäischen Leitbörsen zeigte sich ein ähnliches Bild.

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Der Wochenbeginn gestaltete sich zunächst ruhig. In den USA sind die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. In China gab es teilweise keinen oder nur verkürzten Handel.

In Wien traf Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) den US-Botschafter Arthur Fisher. Danach kritisierte er die internationale Handelspolitik der USA scharf. "Ein Zollkrieg bringt niemandem etwas", erklärte Hattmannsdorfer. "Wir brauchen mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit, nicht weniger", betonte er weiter. "Offene Märkte, faire Wettbewerbsbedingungen und Planbarkeit sind die Grundlage für Wachstum und Beschäftigung - auf beiden Seiten des Atlantiks." Die USA sind laut Wirtschaftsministerium mit einem Anteil von 6,8 Prozent die zweitwichtigste Exportdestination Österreichs.

Am Vormittag präsentierte das EU-Statistikamt Eurostat die Industrieproduktion in der Eurozone. Demnach stieg die durchschnittliche jährliche Fertigung voriges Jahr um 1,5 Prozent. Im Dezember fuhren die Firmen die Produktion allerdings herunter: Sie war um 1,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Ökonomen hatten sogar mit einem Rückgang um 1,5 Prozent im Dezember gerechnet.

Die Analysten der Berenberg Bank erhöhten ihr Kursziel für Do&Co auf 260 Euro und ließen die Kaufempfehlung "Buy" unverändert. Der heimische Caterer profitiere weiterhin von der robusten Nachfrage nach Premium-Reise- und Hospitality-Erlebnissen, schreiben die Berenberg-Analysten. Zum Wochenschluss waren die Werte nach gut aufgenommenen Zahlen bereits kräftig gestiegen. Der Kurs von Do&Co verlor nun 0,24 Prozent auf 209 Euro.

Die Deutsche Bank setzte das Kursziel für den Verbund von 58 auf 55 Euro hinunter. Die Empfehlung "Sell" bleibt laut Analysten weiter bestehen. Die Deutsche Bank erklärte ihre Entscheidung damit, dass in den meisten europäischen Ländern sinkende CO2-Preise bei gleichzeitig steigendem Risiko politischer Interventionen zu sinkenden Strompreisen geführt haben, was auch der Verbund spüre. Außerdem habe der Stromkonzern im 4. Quartal 2025 mit schwachen Wasserkraftbedingungen zu kämpfen, was sich laut den Experten im 1. Quartal 2026 weiter verschlechtern dürfte. Auch UBS-Analysten senkten ihr Kursziel von 56 auf 55 Euro und behielten das Kaufvotum "Sell" bei. Die Aktien des heimischen Stromkonzerns verloren am Nachmittag 1,8 Prozent auf 57,35 Euro.

Gut gesucht waren Bauwerte. Die Strabag gewann 5,21 Prozent, die Porr 3,15 Prozent. Zudem legte der Halbleiterhersteller AT&S um 3,83 Prozent zu.

Im Minus lagen hingegen die Aktien von Kapsch TrafficCom (2,26 Prozent) und Semperit (1,49 Prozent).

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