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Im Späthandel lieferte eine verhaltene Stimmung an der Wall Street auch in Europa etwas Belastung für die Aktienkurse. In New York war vor allem an der technologielastigen Nasdaq Gegenwind aufgekommen, da die Aktie des gewichtigen Chipriesen Nvidia trotz beeindruckender Quartalszahlen und starker Geschäftsziele schwach in den Handel gestartet war.
Am heimischen Aktienmarkt rückte auf Unternehmensebene das Schwergewicht Erste Group mit einer Zahlenvorlage ins Blickfeld der Akteure. Der Nettogewinn der Bank stieg im 4. Quartal zum Vorjahreszeitraum um 55 Prozent auf 944 Mio. Euro und lag damit etwa 15 Prozent über den Marktprognosen. Wegen des Kaufs der Santander Bank Polska wird die Dividende aber geringer ausfallen. Die Erste-Aktie reagierte mit minus 1,2 Prozent.
Der Konzern präsentierte starke Quartalsergebnisse, schrieben die Analysten der Baader Bank in einer ersten Einschätzung. Die Erste bestätigte die eigene Prognose für 2026, die auf operativer Ebene voll im Einklang mit den Konsensschätzungen steht, auf berichteter Basis jedoch leicht darunter liegt, was wahrscheinlich auf höhere als erwartete einmalige Aufwendungen zurückzuführen ist, hieß es weiter von den Experten.
Bei den Branchenkollegen BAWAG und Raiffeisen Bank International gab es hingegen Kursgewinne zu sehen. BAWAG-Titel verteuerten sich um 1,7 Prozent und die Aktionäre der Raiffeisen Bank International konnten ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent verbuchen. Unter den weiteren Schwergewichten büßte die Verbund-Aktie 1,3 Prozent ein. Wienerberger fielen um 1,5 Prozent.
FACC-Papiere gewannen weitere 6,7 Prozent, nachdem die Titel des Luftfahrtzulieferers bereits am Vortag in Reaktion auf eine Zahlenvorlage satte 7,5 Prozent an Höhe gewonnen hatten.
voestalpine schlossen mit minus 0,3 Prozent auf 48,88 Euro. Die Analysten der Wiener Privatbank haben ihr Anlagevotum für die Aktie des Stahlkonzerns von "Halten" auf "Verkaufen" gesenkt. Das Kursziel ("Fairer Wert") wurde hingegen von 36,50 auf 41,50 Euro nach oben revidiert.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER