Europas Leitbörsen notieren zu Mittag mit leichten Verlusten

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++ ARCHIVBILD ++ Fragile Waffenruhe im Iran mahnt zur Vorsicht
 © Boris Roessler, DPA, Apa
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Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag leicht nachgegeben. Die fragile Waffenruhe im Iran-Krieg sorgte für Zurückhaltung. So hatte das US-Militär nahe der Straße von Hormuz eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. "Die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran hängt an einem seidenen Faden und kann als mehr als brüchig bezeichnet werden", stellte Analyst Christian Henke vom Broker IG Markets fest.

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Der Euro-Stoxx-50 sank zu Mittag um 0,1 Prozent auf 6.064,47 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,28 Prozent schwächer bei 25.107,53 Zählern. Außerhalb der Eurozone notierte der britische FTSE-100 um 0,66 Prozent tiefer mit 10.435,74 Punkten. Der Schweizer SMI stand ein Prozent im Minus bei 13.492,09 Punkten.

Etwas stärkere Verluste erlitten die Pharmawerte und die Aktien der Nahrungsmittelproduzenten. Marktteilnehmer sprachen bei den Branchen-Schwergewichten Nestle, Roche und Novartis von Gewinnmitnahmen. Die Verluste bewegten sich zwischen rund 1,5 und 2 Prozent.

Technologiewerte hielten sich dagegen gut. Zum Teil enttäuschende Nachrichten von Salesforce belasteten den Sektor kaum. Der US-Softwareanbieter hatte mit seinem Ausblick auf den Umsatz im laufenden Quartal die Markterwartungen verfehlt. Aktien des Wettbewerbers SAP lagen gleichwohl mit 0,5 Prozent im Plus. Lediglich Adyen gaben mit 2,2 Prozent etwas mehr nach.

Gefragt waren STMicroelectronics mit einem Anstieg von 2,5 Prozent. Das Analysehaus Jefferies hatte das Kursziel deutlich von 52 auf 74 Euro angehoben. Die zyklische Erholung der Auto- und Industriebranchen nehme an Fahrt auf, schrieb Analyst Janardan Menon. Für STMicroelectronics bedeute dies für das zweite Halbjahr starke Nachfrageaussichten. Auch Infineon waren gesucht.

Zu den Gewinnern gehörten zudem die Rüstungstitel. Die jüngsten Nachrichten aus dem Nahen Osten begünstigten die Branchenstimmung. Rheinmetall kletterten dabei um 4,4 Prozent. Der Konzern hatte einen Auftrag für mehr als 2.000 militärische Transportfahrzeuge im Wert von rund einer Milliarde Euro gemeldet.

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