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Der Dow Jones verlor innerhalb der ersten halben Stunde 0,23 Prozent auf 50.528,14 Einheiten. Der S&P-500 sank um 0,03 Prozent auf 7.517,96 Punkte. Der Nasdaq Composite fiel um 0,08 Prozent auf 26.653,24 Zähler.
Die US-Wirtschaft ist schlechter ins Jahr gestartet als bisher angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Jänner bis März auf das gesamte Jahr hochgerechnet um 1,6 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Es korrigierte damit seine frühere Schätzung von Ende April von 2,0 Prozent nach unten. Begründet wurde dies mit geringeren Investitionen und privaten Konsumausgaben als zuvor angenommen.
Darüber hinaus haben die privaten Einkommen im April stagniert. Sie verharrten auf dem Niveau des Vormonats, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatten die Einkommen noch um revidierte 0,5 Prozent zugelegt. Hier war zunächst noch ein Zuwachs von 0,6 Prozent ermittelt worden.
Der von der Fed bevorzugte Preisindikator, der Preisindex PCE, stieg im Jahresvergleich wie erwartet von 3,5 auf 3,8 Prozent. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, erhöhte sich leicht auf 3,3 Prozent. Auch dies hatten Analysten prognostiziert.
Das Thema Künstliche Intelligenz spielte erneut eine wichtige Rolle nach den Geschäftszahlen von Snowflake und Salesforce. Brent Thill, Analyst der Investmentbank Jefferies, spricht mit Blick auf die beiden Softwareunternehmen von der "Geschichte der zwei großen S: Snowflake nimmt Fahrt auf und Salesforce bleibt stabil". Dies zeigt sich auch in den Aktien. Denn während Snowflake um 35 Prozent nach oben schossen auf das höchste Niveau seit Dezember 2025, gewannen Salesforce deutlich geringere 0,9 Prozent.
Microsoft zogen um drei Prozent. Dem Technologie-Nachrichtenportal "The Information" zufolge will das unternehmen bald ein eues KI-Modell vorstellen.
Mit Blick auf weitere kursrelevante Nachrichten zeigten sich die Aktien von Drohnenherstellern wie Unusual Machines, AeroVironment und Kratos Defense & Security Solutions mit Zuwächsen bis zu 39 Prozent. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" erwägt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump Finanzhilfen für einige Drohnenspezialisten. Diskutiert werden Modelle, die eine Mischung aus Fremd- und Eigenkapital vorsehen und der Regierung Unternehmensbeteiligungen ermöglichen könnten. Drohnen gelten im Verteidigungshaushalt 2027 als "präsidiale Priorität".
Die Aktien des PC-Herstellers HP verloren 1,5 Prozent. Zwar übertraf der Konzern im zweiten Quartal die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn, insbesondere durch KI-optimierte PCs. Doch steigende Speicherkosten belasten die Margen. Grund sind Engpässe bei Speicherchips, da der Ausbau von KI-Rechenzentren die Preise treibt.
Eine Milliardenklage wegen sogenannter Ewigkeitschemikalien (PFAS) setzt die Aktien des US-Mischkonzerns 3M unter Druck, die 1,9 Prozent nachgeben. Die australische Regierung fordert umgerechnet 1,2 Milliarden Euro Schadenersatz.
Für die Aktien von Dollar Tree ging es nach der Veröffentlichung von positiv aufgefassten Gewinnprognosen um 17 Prozent hinauf. Ebenfalls im Einzelhandelssektor steigerten sich Kohl"s um 20 Prozent und Best Buy um 14 Prozent.