Wiener Börse im Verlauf im Minus, ATX verliert 0,5 Prozent

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Neue Angriffe im Nahen Osten lassen Ölpreise steigen
 © Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
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An der Wiener Börse haben die Anleger am Donnerstag gelassen auf die jüngste Zuspitzung im Nahen Osten reagiert. Zwar glitten die Kurse nach einem stabilen Start peu à peu in die Verlustzone ab, insgesamt bleibt der ATX aber in Reichweite seines gestrigen Rekordhochs von 6.167 Einheiten. Am frühen Nachmittag stand der österreichische Leitindex 0,52 Prozent im Minus auf 6.063,34 Punkten. Der ATX Prime gab um 0,55 Prozent auf 2.996,35 Zähler nach.

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Das europäische Umfeld reagierte ebenfalls mit moderaten Abschlägen darauf, dass die Ölpreise einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder aufholten. Trotz der Waffenruhe und der laufenden Verhandlungen für ein Kriegsende haben die USA erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Revolutionsgarden der Islamischen Republik reagierten darauf am Donnerstag früh mit dem Beschuss eines US-Luftwaffenstützpunktes in der Golf-Region.

Laut Christian Henke, Chefmarktanalyst beim Broker IG, werde am Markt nun die weitere Reaktion des Irans beobachtet, darunter insbesondere, ob der Iran die Schifffahrt in Hormuz stärker angreift. Zudem bestehe die Möglichkeit, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran vorübergehend ausgesetzt werden, was den Konflikt weiter in die Länge ziehen würde.

Am heimischen Aktienmarkt rückte noch einmal die Berichtssaison mit Zahlen von VIG, EVN und UBM in den Fokus, wobei alle drei Unternehmen laut Einschätzung der Erste Group die Erwartungen übertrafen. Die Kursreaktionen fielen jedoch überwiegend verhalten aus.

Titel der Vienna Insurance Group (VIG) büßten trotz einer Umsatz- und Gewinnsteigerung im ersten Quartal 1,4 Prozent ein. Den Ausblick für den Vorsteuergewinn zwischen 1,25 und 1,3 Mrd. Euro (ohne die jüngst übernommene Nürnberger Versicherung) im Gesamtjahr bestätigte der Konzern.

EVN-Aktien schwächten sich um 2,4 Prozent ab, nachdem der Versorger für das erste Halbjahr Umsatz- und Gewinnwachstum gemeldet hatte. Das Jahresergebnis soll im Rahmen der Prognose liegen. Analyst Christoph Schultes von der Erste Group sprach von "starken" Zahlen.

Der Immobilienentwickler UBM hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 den Sprung zurück in die schwarzen Zahlen geschafft. Hier verortete Erste-Experte Schultes angesichts einer sinkenden Nettoverschuldung mit Blick auf die Bilanz eine vielversprechende Entwicklung. Eine konkrete quantitative Prognose für das Gesamtjahr wagte das Unternehmen mit Verweis auf anhaltend makroökonomische Unsicherheiten nicht. Die UBM-Papiere tendierten 0,9 Prozent fester.

Bester ATX-Wert waren inzwischen Porr mit plus sechs Prozent auf 38,65 Euro. Das Analysehaus Jefferies hob das Kursziel von 37 auf 42 Euro an und empfiehlt die Aktie zum Kauf. Zudem bekräftigte die Berenberg Bank ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 40,00 Euro.

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