Leitbörsen in Asien schließen leicht im Minus

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Durchatmen nach Rekordjagd
 © AFP, PHILIP FONG, Apa
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Die asiatisch-pazifischen Börsen haben am Donnerstag die Gewinne vom Vortag verdaut. Mit leichten Verlusten konsolidierten sie die jüngste Rekordjagd. Dazu trug die unklare Lage im Iran-Konflikt bei.

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Das US-Militär hatte nahe der Straße von Hormuz eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. "An der Börse kommt wieder Nervosität auf nach den erneuten militärischen Auseinandersetzungen im Iran", so Andreas Lipkow, Marktanalyst beim Broker CMC Markets. "Die Entwicklung im Nahen Osten geht auch nicht spurlos an den Rohstoffmärkten vorbei, schickt die Rohölpreise wieder in Richtung 100 US-Dollar."

Hinzu kam eine gewisse Unruhe wegen des allzu raschen jüngsten Anstiegs der Börsen. "Man wird das Gefühl nicht los, dass der Aktienmarkt, speziell in den USA, zu weit und zu schnell nach oben gelaufen ist und eine Konsolidierung nur noch eine Frage der Zeit ist", merkte Lipkow an. Zudem stehen neue Daten aus den USA an, die zur Vorsicht mahnen. "Die Inflationsdaten, die am Nachmittag in den USA veröffentlicht werden, könnten die Zinssorgen wieder verstärken, die den Markt bereits vor gut zwei Wochen kurzzeitig aus dem Tritt gebracht hatten", warnte Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank.

Der südkoreanische Aktienmarkt kam nach dem Rekordhoch am Vortag etwas zurück. Die Notenbank des Landes hatte den Leitzins zwar unverändert gelassen und damit den Erwartungen entsprochen, wie die Volkswirte der ING feststellten. Allerdings hätten die Währungshüter Andeutungen gemacht, dass eine Anhebung nahe sei.

Auch der japanische Aktienmarkt lag leicht im Minus. Der Nikkei-225 endete mit 64.693,12 Punkten 0,5 Prozent tiefer. Noch etwas stärker nach unten ging es in Australien. Der ASX All Ordinaries sank um 1,40 Prozent auf 8.819,60 Punkte.

Die chinesischen Börsen tendierten unterdessen uneinheitlich. So gewann der Shanghai Composite 0,10 Prozent. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong sank dagegen um 1,4 Prozent.

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