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Für den ATX Prime ging es am Freitag um 1,57 Prozent auf 2.794 Zähler hinab. Im europäischen Umfeld gestaltete sich das Geschäft verhalten. Marktbeobachter sprachen vor einer verminderten Risikobereitschaft vor dem Wochenende.
Besser als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten gaben den Aktienkursen kaum Anschub. In den Vereinigten Staaten hat sich die Inflationsrate im Jänner überraschend deutlich auf 2,4 Prozent abgeschwächt. Die Kernrate fiel wie erwartet auf 2,5 Prozent. Ungeachtet dieser Verbesserungen sei weiterhin zu konstatieren, dass die Niveaus zu hoch sind, um von der Fed dauerhaft akzeptiert werden zu können, kommentierten die Helaba-Ökonomen: "Insofern werden sich die Notenbanker in Summe wohl nicht unmittelbar unter Handlungsdruck sehen. Marktseitig dürften die Zinssenkungserwartungen auf Sicht der kommenden Monate aber unterstützt werden."
Belastet wurde der ATX insbesondere von Kursverlusten bei den Schwergewichten Erste Group und Verbund, die jeweils mehr als vier Prozent einbüßten. Schwächer zeigten sich auch OMV, BAWAG und RBI mit Kursverlusten von rund zwei Prozent.
Do&Co zogen dagegen um weitere sechs Prozent an. Bereits am Vortag waren die Titel nach gut aufgenommenen Zahlen aus ihrem seit Mitte Jänner bestehenden Abwärtstrend ausgebrochen. Kursgewinne gab es zudem bei einigen Bau- und Immobilienwerten.