US-Börsen im Frühhandel mit starken Verlusten

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Ängste vor den Folgen des Iran-Kriegs belasten
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Die US-Börsen haben am Freitag im Frühhandel stark nachgegeben. Belastet wurden die Märkte erneut von den Ängsten vor den Folgen des Iran-Konflikts, dazu kamen dann noch schwache Daten vom Arbeitsmarkt. Der Dow Jones fiel bis 16.10 Uhr um 1,63 Prozent auf 47.171,03 Punkte. Der S&P-500 verlor 1,45 Prozent auf 6.731,86 Zähler. Der Nasdaq Composite gab 1,25 Prozent auf 22.464,820 Punkte nach.

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Angesichts der zuletzt starken Anstiege der Öl- und Gaspreise infolge der Iran-Krise wachsen an den Börsen die Ängste vor einer Energiekrise. Entscheidend für die Anlegerstimmung ist Experten zufolge, wie lange die kriegerische Auseinandersetzung im Nahen Osten wohl dauern wird und wann sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz - einem Nadelöhr des globalen Öl- und Erdgashandels - wieder normalisiert. Noch setzen viele Experten in ihren Basisszenarien auf einen kurzen Krieg.

Der am Freitag veröffentlichte monatliche US-Arbeitsmarktbericht für Februar spielte vor diesem Hintergrund zwar nur eine kleinere Rolle, untermauerte aber das negative Bild an den Börsen. Die Arbeitslosenquote legte überraschend um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt eine unveränderte Quote von 4,3 Prozent erwartet. Unterm Strich gingen 92.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft verloren. Von Reuters befragte Volkswirte hatten einen Stellenaufbau in Höhe von 59.000 erwartet.

Zu den Aktien im Fokus zählten zum Wochenschluss Gap. Die Titel brachen nach einem negativen Geschäftsausblick des Modehändlers um gut 13 Prozent ein. Old Navy, die größte Marke des Modehändlers, enttäuschte zum Jahresende 2025 beim Wachstum. Auch der Margen-Ausblick von Gap blieb unter den Erwartungen.

Um gut 13 Prozent nach oben ging es hingegen nach einem starken Ausblick für Marvell Technology. Vivek Arya von der Bank of America sprach eine Kaufempfehlung aus. Die Telefonkonferenz nach dem Geschäftsbericht habe das Vertrauen darin bestärkt, dass Marvell stark von der KI-bedingten Nachfrage nach optischen Halbleitern profitieren wird, so Arya. Zudem sei der Erfolg des Partners Microsoft mit kundenspezifischen Chips für die Cloud-Infrastruktur klarer absehbar.

Schwach zeigten sich angesichts der stark steigenden Ölpreise die Aktien von Airlines. American Airlines, United Airlines und Delta Air gaben zwischen 3 und 5 Prozent nach. Gut gesucht waren hingegen die Titel einiger Energiekonzerne.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU

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