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Auch das europäische Umfeld tendierte zum Wochenstart überwiegend höher. Die Anleger setzen weiterhin auf eine Belebung der trägen deutschen Konjunktur im neuen Jahr, was bereits im vergangenen Jahr ein wichtiger Kurstreiber war.
Die US-Attacke auf den südamerikanischen Ölstaat Venezuela belastete die Märkte hingegen kaum. "Die Lage ist undurchsichtig und die Verunsicherung bleibt hoch, auch im Hinblick auf die Ölmärkte. Zunächst scheint sich aber keine erhöhte Risikoaversion einzustellen", kommentierten die Ökonomen der Helaba in ihrem Tagesausblick. Die Ölpreise reagierten nur mit moderaten Schwankungen.
Gesucht waren hierzulande jedoch die Aktien des Ölfeldausrüsters SBO, die um mehr als acht Prozent anzogen. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in Venezuela mithilfe der großen US-Ölkonzerne wiederzubeleben. Dafür wären hohe Investitionen in die Förderanlagen notwendig.
Im weiteren Wochenverlauf dürfte sich der Fokus der Märkte wieder auf Konjunkturdaten verlagern. Am späteren Montagnachmittag wird in den USA der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes veröffentlicht, wobei die Ökonomen der Helaba "verhaltene" Vorgaben durch regionale Indikatoren sehen. Im weiteren Wochenverlauf richten sich die Blicke auf die Inflationsdaten für Deutschland am Dienstag sowie den monatlichen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag.