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Ein fortgesetzter Preisverfall der zuletzt sehr stark gestiegenen Edelmetalle und Industriemetalle hatte zum Handelsauftakt auch die Aktienmärkte noch belastet. Mittlerweile haben die Preise für Gold, Silber und Kupfer ihre Verluste etwas eingegrenzt. Damit einher ging auch eine Stabilisierung der Aktienbörsen.
Kleine Lichtblicke gab es zudem von der Konjunktur: In Deutschland, Frankreich und auch in der Eurozone hat sich die Stimmung in der Industrie im Jänner etwas verbessert. In Großbritannien stieg sie auf den höchsten Stand seit fast eineinhalb Jahren.
Unter Druck stand zum Wochenbeginn der Rohstoffsektor. Er verlor knapp 2 Prozent und weitete den Rücksetzer vom Freitag aus. In London drückten die Verluste an den Metallbörsen auf die Papiere der zahlreichen Bergwerkskonzerne. Im FTSE-100 lagen mit Glencore, Anglo American, Antofagasta, Fresnillo und Endeavour Mining fünf Schwergewichte der Branche auf den letzten Plätzen mit Einbußen von 2 bis 5 Prozent.
Im Technologiesektor nahmen Anleger Kursgewinne mit. In der Erwartung hoher Wachstumsraten im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz hatten vor allem die Papiere aus der Halbleiterbranche teils stark zugelegt. Diese gaben am Montag nach, STMicro verbilligten sich um 3 Prozent, BE Semiconductor verloren 2,3 Prozent. Aktien des Maschinenherstellers für die Chip-Branche ASML büßten 3 Prozent ein.
Anleger setzten dagegen auf konsumnahe Aktien und Sektoren, die tendenziell stabilere Erträge erwirtschaften als zyklische Titel aus der Technologie- oder Rohstoffbranche. So fanden sich die Aktien von Lebensmittelproduzenten, Konsumgüterherstellern und Telekomanbietern überwiegend auf der Gewinnerseite.