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Nach der von geopolitischen Schlagzeilen geprägten Vorwoche dürfte sich der Fokus am Markt wieder verstärkt auf die im weiteren Wochenverlauf anstehenden makroökonomischen Ereignisse sowie Unternehmensbilanzen richten. So wird am Mittwoch die US-Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung mitteilen. Auf Unternehmensseite liegt das Interesse vor allem bei den Zahlen der großen US-Technologiekonzerne, während national die Ergebnisse der RBI anstehen.
Begleitend bleiben die Ukraine-Verhandlungen ein Thema. Eine erste Runde direkter Gespräche zwischen Delegationen der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi ging am Samstag ohne erkennbare Fortschritte zu Ende, soll aber am kommenden Sonntag fortgesetzt werden.
Unternehmensseitig rückten am heimischen Markt Analystenstudien in den Fokus. OMV fielen um 1,8 Prozent auf 49,22 Euro. Die US-Bank Goldman Sachs hatte das Papier von "Neutral" auf "Sell" abgestuft. Das Kursziel wurde zudem von 48 auf 44 Euro gesenkt.
Für die Papiere der RBI bekräftigte Deutsche Bank Research im Vorfeld der Zahlen ihre "Hold"-Empfehlung, hob aber das Kursziel von 27 auf 32 Euro an. Die Analystin Marlene Eibensteiner erwartet einen Rückgang der operativen Leistung wegen geringerer Nettozinserträge und höherer Kosten. Sie rechnet zudem mit "deutlich höheren Risikokosten" im Vergleich zum Vorquartal. Die RBI-Aktien schlossen 1,8 Prozent fester bei 39,60 Euro.
Inzwischen bestätigten die Analysten der UBS ihr Votum "Sell" und das Kursziel von 25,00 Euro für Wienerberger. Nach Einschätzung der Analysten bleibt die kurzfristige Entwicklung insbesondere in Nordamerika herausfordernd, belastet durch den Rückgang im Wohnneubau und möglicherweise durch den Regierungsstillstand. Wienerberger legten dennoch 1,2 Prozent auf 28,44 Euro zu.
Unterstützung bekam der ATX zudem von Andritz, Erste Group und BAWAG, die Kursgewinne von bis zu 0,7 Prozent verzeichneten. Auf der Verliererseite fanden sich unter anderem die Bauwerte wieder.