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Teheran hat nach iranischen Agenturangaben die indirekten Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges in der Golfregion ausgesetzt. Die Entscheidung sei wegen der "anhaltenden Verbrechen" Israels im Libanon getroffen worden, meldete die Agentur Tasnim. "Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus." Tasnim zufolge wird es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Iran-Kriegs geben, wenn die Forderungen des Irans erfüllt sind. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon.
Die Ölpreise nahmen im Verlauf wieder Fahrt auf. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August stieg auf 97,55-Dollar. Das waren über 6 Prozent mehr als am Freitag. Die Inflationserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher in den Euro-Ländern sind daher weiter hoch. Im Mittel rechneten die Menschen im April für die kommenden zwölf Monate mit einer Teuerungsrate von unverändert 4,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) zu der von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage mitteilte.
Die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen im Euroraum wuchs indes im April so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Sie erhöhte sich laut EZB um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im März war das Plus noch bei 3,2 Prozent gelegen. Die Daten werden kurz vor einer in der kommenden Woche erwarteten Zinserhöhung durch die EZB veröffentlicht.
Unternehmensseitig standen am heimischen Aktienmarkt die UNIQA-Werte im Fokus. Nach Vorlage von Zahlen am Freitag setzten die Analysten der Berenberg Bank ihr Kursziel für die UNIQA-Aktien von 19,60 auf 20,00 Euro nach oben. Gleichzeitig wurde das Anlagevotum "Buy" für die Titel bestätigt. Analyst Michael Huttner geht davon aus, dass der Versicherungskonzern von Kosteneinsparungen profitieren wird. Zum Handelsschluss notierte UNIQA mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 17,40 Euro.
Gut gesucht waren die Energie- und Versorgeraktien. EVN kletterten um 2,3 Prozent. OMV-Werte legten um 1,22 Prozent zu und Verbund verbesserten sich um 0,26 Prozent.
Die slowenische Nova Ljubljanska banka (NLB) greift im Bieterkampf um die österreichische Addiko Bank tiefer in die Tasche. Das Institut erhöhe sein Angebot von 29,00 auf 33,50 Euro je Addiko-Aktie in bar inklusive Dividende, teilte die NLB am Montag mit. Damit bewerte sie die Bank mit rund 653 Mio. Euro. Die Slowenen liegen mit der Aufstockung gut ein Viertel über dem konkurrierenden Angebot der Raiffeisen Bank International (RBI). Die im standard market gehandelten Aktien der Addiko stiegen um 1,89 Prozent auf 27,00 Euro.
Deutliche Verluste gab es hingegen für die voestalpine mit einem Minus von 4,3 Prozent. Über 3 Prozent verloren auch RBI und VIG.
Die Strabag-Aktien sanken um 2,63 Prozent, obwohl ein neuer Auftrag in Australien über 490 Millionen Euro für den Baukonzern bekannt wurde. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf umgerechnet 1,5 Milliarden Euro.
Im prime market fielen die FACC-Werte um 5,36 Prozent. Wobei ein Teil der Verluste auch darauf zurückzuführen ist, dass die Aktien ex Dividende gehandelt wurden.