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Der ATX fiel am Nachmittag um 1,19 Prozent auf 5.679,40 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 1,16 Prozent auf 2.819,99 Zähler hinab. Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls mit Abgaben. Einige enttäuschende Nachrichten auf Unternehmensebene trübten die Stimmung.
Der heimische Leitindex wurde unter anderem von den OMV-Aktien belastet, die angesichts überwiegend vorsichtiger Analystenkommentare um 2,9 Prozent auf 51,40 Euro zurückkamen. Zur Wochenmitte waren die Titel nach Zahlen noch um gut fünf Prozent angestiegen. Für das laufende Jahr rechnen Analysten aber vermehrt mit Gegenwind.
Barclays bestätigte ihre "Underweight"-Einschätzung und ihr Kursziel für die OMV von 47 Euro. Niedrigere Rohstoffpreise, normalisierte Raffineriemargen und eine anhaltende Schwäche im Chemiegeschäft ließen für 2026 auf eine zurückgehende zugrunde liegende Performance schließen, so Barclays-Analyst Ramachandra Kamath. Ähnlich sieht es auch Adnan Dhanani von der kanadischen Bank RBC, der an seinem "Underperform"-Rating festhielt. Die britische Bank HSBC senkte ihre Empfehlung inzwischen auf "Reduce" mit einem Kursziel von 44 Euro.
Optimistischer bleibt UBS-Analyst Joshua Stone. Er hob sein Kursziel leicht auf 55 Euro an und bestätigte seine Kaufempfehlung. Die starke Integration von chemischen und Raffinerieanlagen sei in einem Umfeld unterdurchschnittlicher Chemie-Margen ein natürlicher Vorteil für die OMV.
AT&S-Aktien büßten 2,6 Prozent ein. Hier nahmen die Anleger Gewinne mit, nachdem sich die Titel rund um die Zahlenvorlage am Dienstag um fast ein Drittel verteuert hatten. Auch die übrigen Titel im Leitindex zeigten sich weitgehend im Minus. RBI gaben als ATX-Schlusslicht 3,3 Prozent ab. Überdurchschnittlich stark verloren auch Aktien aus dem Versicherungssektor.