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Im Fokus steht weiterhin der Iran-Krieg. Israel stellt sich auf eine Fortsetzung des Krieges gegen den Iran für mindestens drei weitere Wochen ein. Während die israelische Armee in der Nacht auf Montag Ziele im Iran bombardierte, legten iranische Drohnenangriffe den Flughafen von Dubai vorübergehend lahm und trafen eine wichtige Ölanlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Konflikt, in den auch die USA involviert sind, geht nun in die dritte Woche.
In Brüssel kamen am Vormittag die EU-Außenminister zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs in Brüssel zusammen. In ihren Gesprächen soll auch über ein mögliches UNO-Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormuz beraten werden. "Es liegt in unserem Interesse, die Straße von Hormuz offen zu halten. Deshalb diskutieren wir auch, was wir in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können", sagte Außenbeauftragte Kaja Kallas vor dem Treffen.
Mit Sorge werden vor allem die Auswirkungen des Krieges auf die Energiepreise betrachtet. Am Nachmittag wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai 101,79 US-Dollar bezahlt und damit rund zwei Prozent weniger als am Freitag.
Auf dem heutigen Programm steht der Empire-State-Index für das Verarbeitende Gewerbe im Großraum New York. Am Donnerstag folgt dann der Philadelphia-Fed-Index. "Unternehmenslenker und Marktteilnehmer fürchten wegen der hohen Energiekosten einen Inflationsschub und so wurden Zinssenkungserwartungen verdrängt. Mit Reaktionen der Zentralbanken ist mit Blick auf die FOMC-Sitzung am Mittwoch und der EZB-Ratssitzung am Donnerstag aber nicht zu rechnen", schreiben die Helaba-Experten in ihrem Tagesausblick.
Unternehmensseitig gab es am heimischen Aktienmarkt bisher wenig Neues. Experten von Barclays haben das Kursziel pro Aktie für die Post, die am vergangenen Donnerstag die Zahlen für 2025 vorgelegt hat, von 25,60 Euro auf 26,10 Euro erhöht. Das Kaufvotum "Underweight" blieb unverändert. Die Aktie der Post fiel um 1,04 Prozent auf 33,20 Euro.
Der Stahlkonzern voestalpine gab zwei Aufträge im Gesamtwert von 500 Millionen Euro bekannt. Der Geschäftsbereich voestalpine Railway Systems bedient die Deutsche Bahn und die Schweizerische Bundesbahnen. In Deutschland stellt der Konzern unter anderem Schienen und Weichenkomponenten bereit, in der Schweiz geht es um die Digitalisierung des Streckennetzes. Dennoch gaben die Werte von voestalpine um 1,11 Prozent nach.
Verluste von mehr als einem Prozent gab es unter anderen auch für die Aktien von Uniqa, Vienna Insurance Group (VIG) und Wienerberger.
Gestützt wurde der ATX hauptsächlich von AT&S mit einem Plus von fast fünf Prozent. Gesucht waren auch die schwergewichteten Bankenwerte. BAWAG legte um 2,19 Prozent zu, RBI um 0,43 Prozent. Verbund gewann zwei Prozent. Im prime market zogen die Werte von Agrana um 2,65 Prozent an.