Wiener Börse legt zu, ATX gewinnt 0,72 Prozent

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Wiener Börse mit positivem Wochenausklang
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Die Wiener Börse hat sich am Freitag im Nachmittagshandel mit einer befestigten Tendenz präsentiert. Der ATX verbesserte sich zum Wochenausklang um 0,72 Prozent auf 5.618,90 Einheiten. Der heimische Leitindex tendierte damit wieder in Richtung Rekord. Die europäischen Leitbörsen zeigten sich ebenfalls im Plus.

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Geopolitische Themen sind weiterhin im Fokus der Aktienmärkte. So befindet sich eine US-Flugzeugträgergruppe auf dem Weg in den Iran. US-Präsident Donald Trump hofft nach eigenen Angaben, einen Angriff der US-Armee auf den Iran vermeiden zu können. Der Iran kündigte für den Fall eines US-Angriffs einen sofortigen Gegenschlag an.

Im Ukraine-Krieg will Russland sich öffentlich nicht darauf festlegen, ob das Land der Bitte von Trump nach einer begrenzten Waffenruhe mit der Ukraine nachkommt. Trump hatte zuvor gesagt, Putin habe der Bitte zugestimmt.

Abseits davon standen zum Wochenausklang mehrere Bekanntgaben von Konjunkturdaten auf dem Programm. In Österreich wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2025 laut Wifo-Schnellschätzung um 0,2 Prozent, im Jahresabstand legte die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent zu.

In Deutschland nahm das BIP zum Vorquartal etwas stärker zu als zunächst angenommen. 0,3 Prozent Plus ergaben neueste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Die deutschen Verbraucherpreise lagen im Jänner um durchschnittlich 2,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland übertraf im Jänner die Schwelle von drei Millionen und lag damit so hoch wie seit fast zwölf Jahren nicht mehr.

Unternehmensseitig stand am heimischen Aktienmarkt die Raiffeisen Bank International (RBI) im Mittelpunkt. Laut vorläufigem Jahresergebnis 2025 stieg der Gewinn ohne Russland um 48 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. In Russland schrieb die Bank dagegen einen Verlust nach Steuern von 86 Mio. Euro.

Die Erste Group Research sieht im Dividendenvorschlag von 1,60 Euro pro Aktie eine positive Überraschung und eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (1,10 Euro). Allerdings wurde ein solcher Schritt erwartet. Die heutigen Ergebnisse dürften aus Sicht des Analysten Thomas Unger weitere Kursgewinne ermöglichen. UBS Research erwartet, dass die Aktien weitgehend im Einklang mit dem Sektor gehandelt werden. LBBW Research stuft die RBI-Anleihen weiterhin als "Additional" ein. Der Kurs der RBI-Aktie stieg um 1,70 Prozent.

Bajaj Mobility, vormals Pierer Mobility, legte um 2,62 Prozent zu. Die KTM-Mutter hatte am Donnerstag vorläufige Zahlen vorgelegt.

Der steirische Maschinen- und Anlagenbauer Andritz will in den kommenden beiden Jahren einen höheren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in den Ausbau der Standorte in Linz und im oststeirischen Weiz investieren. Damit soll der weltweit steigenden Nachfrage nach Turbogeneratoren Rechnung getragen werden. Durch den Ausbau sollen insgesamt rund 350 neue Arbeitsplätze entstehen. Ab sofort werde auch nach entsprechend qualifizierten Mitarbeitern gesucht, hieß es am Freitag. Die Andritz-Werte stiegen um 0,34 Prozent.

Auf Erholungskurs begab sich die Porr. Nach einem Vortagesverlust von 3,24 Prozent lag die Aktie des Baukonzerns mit 2,04 Prozent im Plus. Bei den schwergewichteten Banken verteuerten sich die Titel der Erste Group um 1,58 Prozent und der BAWAG um 1,24 Prozent. Die Addiko Bank verlor hingegen 0,38 Prozent.

Am unteren Ende befanden sich die Werte von Lenzing (minus 2,11 Prozent) und OMV (minus 0,40 Prozent). Die kanadische Bank RBC hatte am Donnerstag ihr Anlagevotum für die OMV-Aktie von "sector-perform" auf "underperform" zurückgenommen und das Kursziel von 50 auf 46 Euro nach unten revidiert.

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