Wiener Börse gibt weiter nach, ATX verliert 1,2 Prozent

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Hohe Ölpreise belasten
 © THEMENBILD, ALEX HALADA, APA
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Der Wiener Aktienmarkt hat zum Wochenausklang weiter nachgegeben. Der ATX fiel am Freitag in den ersten 40 Handelsminuten um 1,24 Prozent auf 5.282,87 Punkte. Damit dürfte der heimische Leitindex die zweite vom Iran-Krieg geprägte Handelswoche mit einem Wochenverlust von rund 2,2 Prozent abschließen. Für den ATX Prime ging es um 1,23 Prozent auf 2.628,66 Zähler hinab.

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Abgaben verbuchten auch die anderen europäischen Börsenbarometer. Die Anleger bleiben vor dem Wochenende wegen möglicher weiterer Ereignisse im Nahen Osten wohl vorsichtig. Auch in Asien waren die Vorzeichen an den Aktienmärkten wieder negativ.

Vom fast drei Wochen alten Rekordhoch bei knapp 5.867 Punkten ist der ATX bereits um rund 9,7 Prozent zurückgefallen. Damit nähert sich der Leitindex wieder der charttechnischen Korrekturzone, die üblicherweise ab einem Rückgang von rund zehn Prozent von der vorherigen Kursspitze definiert wird. Diese Schwelle hatte das Börsenbarometer im früheren Verlauf der Woche bereits vorübergehend unterschritten.

Der Brent-Preis hielt sich am Freitagvormittag weiterhin über der Marke von 100 US-Dollar. Irans neuer Führer Mojtaba Khamenei hatte am Donnerstag bekräftigt, dass die Straße von Hormuz geschlossen bleiben soll. Zudem droht der Iran mit weiteren Angriffen auf die Öl- und Gas-Infrastruktur der Region. Die erhöhten Energiepreise schlagen sich durch wachsende Sorgen über die Auswirkungen auf Inflation und Konjunktur wiederum auf die Aktienkurse nieder.

UNIQA rutschten nach Zahlen um sechs Prozent ans ATX-Ende ab. Der Aktienkurs hatte sich seit Beginn des Vorjahres jedoch schon mehr als verdoppelt. Der Versicherer hatte 2025 unter anderem wegen ausbleibender Naturkatastrophen deutlich besser verdient und hob daher die Dividende deutlich an. Erste-Analyst Thomas Unger stufte Zahlen und Ausblick des Versicherers als erwartungsgemäß ein. Der höher als erwartet ausgefallene Dividendenvorschlag sei eine positive Überraschung.

Ansonsten verzeichneten im ATX nur Titel der Österreichischen Post sowie Ölwerte Gewinne. OMV stiegen um knapp ein Prozent. Klare Abgaben gab es jedoch bei den Industriewerten sowie bei Banken.

Außerhalb des Leitindex fielen Mayr-Melnhof um drei Prozent auf 91,60 Euro. Analyst Michael Marschallinger hob sein Kursziel von 82,2 auf 95,5 Euro an, beließ das Papier jedoch auf "Hold". Der europäische Kartonsektor befinde sich weiterhin in einer anhaltenden Phase struktureller Ungleichgewichte, die durch Überangebot, gedrückte Auslastungsraten und eine schwache Nachfrage gekennzeichnet sei, schrieb der Analyst.

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