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Etwas Gegenwind kam zudem aus den USA. Die US-Notenbank Fed betonte im am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll ihrer Sitzung von Ende Jänner die inflationären Risiken. Einige Notenbanker hätten bei dem Treffen darauf hingewiesen, dass die Fed die Leitzinsen erhöhen könnte, sollte die Inflation über den Erwartungen der Fed liegen. US-Konjunkturdaten vom Donnerstag hatten inzwischen keinen sichtbaren Einfluss auf die Aktienkurse hierzulande.
Im ATX sackten die Strabag-Aktien um gut sieben Prozent auf 90,50 Euro ab, nachdem die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien Papiere im Wert von rund 180 Mio. Euro am Markt platziert hatte. Raiffeisen verwies zur Begründung auf die starke Kursentwicklung der vergangenen Monate; am bestehenden Syndikat mit UNIQA und der Privatstiftung Haselsteiner ändere sich laut der Kernaktionärin nichts.
Unabhängig davon stuften die Experten der Erste Group die Strabag von "Buy" auf "Accumulate" zurück, hoben jedoch ihr Kursziel von 95,3 auf 108,9 Euro an. Analyst Michael Marschallinger lobte den neu veröffentlichten Ausblick für das Geschäftsjahr 2026, der sowohl beim Volumen als auch bei den Gewinnmargen über seinen Erwartungen gelegen habe.
Lenzing-Anteile standen 1,2 Prozent im Minus bei 25,80 Euro. Deutsche Bank Research senkte das Kursziel für die Aktien von 26 auf 25 Euro und bekräftigte ihre Halteempfehlung. Die Restrukturierungs-und Effizienzprogramme des Faserherstellers würden weiterhin Wirkung zeigen, schrieb Analyst Lars Vom-Cleff. Das Geschäftsumfeld bleibe aber schwierig.
Unter den weiteren Einzelwerten kamen die am Mittwoch sehr starken voestalpine-Titel um 2,3 Prozent zurück. Auch Wienerberger gaben mit minus 2,9 Prozent einen großen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ab. Im Banksektor rangierten BAWAG mit plus 1,5 Prozent an der ATX-Spitze, Erste Group gaben dagegen um 0,9 Prozent nach.
Vor dem Hintergrund steigender Ölnotierungen gewannen SBO und OMV jeweils bis zu 1,1 Prozent. Die angespannte Situation zwischen den USA und dem Iran gab den Rohölpreisen Auftrieb.
Semperit wurden am Berichtstag noch nicht gehandelt. Die Erste-Analysten hoben ihr Kursziel von 13,1 auf 14,2 Euro an, die neutrale Empfehlung "Hold" wurde beibehalten.