Wiener Börse: ATX holt Verluste auf

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Index kann Rekordstand vom Vortag fast halten
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Die Wiener Börse hat am Dienstag nach einem schwachen Start bis am Nachmittag ihre Verluste wieder aufgeholt. Der ATX hielt gegen 15 Uhr nur mehr mit einem knappen Minus von 0,01 Prozent bei 6.147,47 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime lag praktisch unverändert zum Vortag bei 3.036,56 Zählern. Auch andere Börsen konnten ihre Verluste im Tagesverlauf wieder reduzieren.

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Nach einer europaweiten Kursrally am Montag, die auch dem ATX ein neues Allzeithoch beschert hatte, orteten Marktbeobachter nun Gewinnmitnahmen. Zudem wuchsen zuletzt wieder Zweifel an einer schnellen Einigung im Iran-Konflikt. Die damit verbundenen Ölpreisanstiege heizten auch wieder die Inflationsängste an.

Gedämpft wurde die Hoffnung auf ein rasches Kriegsende im Nahen Osten durch neue US-Angriffe gegen Ziele im Iran. Auch hat US-Außenminister Marco Rubio am Dienstag Reportern in Indien gesagt, dass die Verhandlungen noch "einige Tage in Anspruch nehmen" könnten. Derzeit würden beide Seiten über den Wortlaut eines ersten Dokuments beraten.

Die größten Verlierer im ATX waren am Nachmittag Lenzing mit einem Minus von 2,0 Prozent. VIG-Aktien verloren bedingt durch ihren Dividendenabschlag 1,8 Prozent. Die größten Gewinner im Index waren die Aktien der Post AG mit einem Plus von 2,1 Prozent. Verbund-Aktien stiegen trotz einer Verkaufsempfehlung um 1,3 Prozent auf 60,20 Euro. Die Analysten von Deutsche Bank Research haben zuletzt ihre Empfehlung "Sell" und ihr Kursziel von 55 Euro für die Aktie des heimischen Verbund bestätigt.

Die Aktien von AT&S konnten ihren jüngsten Höhenflug nach einem temporären Knick im Frühhandel weiter fortsetzen. Die Titel des Leiterplattenherstellers stiegen zuletzt 1,3 Prozent auf 145,80 Euro. AT&S-Aktien hatten in den vergangenen Tagen von der guten Stimmung für Halbleiterwerte und einigen Kurszielanhebungen profitiert und mehr als ein Drittel gewonnen. Seit Jahresbeginn haben die Titel ihren Wert damit schon mehr als vervierfacht.

Impulse für die Börsen könnten noch die am Nachmittag anstehenden Daten zum US-Verbrauchervertrauen bringen. Die Analysten der Helaba werten die Vorgaben für die Daten negativ. So sind die Benzinpreise in Folge des Iran-Krieges weiter gestiegen. "In der Regel drückt dies auf das Gemüt der US-Verbraucher, zumal der US-Präsident immer wieder eine Verringerung der Teuerung versprochen hatte", schreiben die Helaba-Experten in ihrem Tagesausblick.

LONDON - GROSSBRITANNIEN: FOTO: APA/APA/AFP/TOLGA AKMEN

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