Wiener Börse am Vormittag kaum verändert

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AMAG und Kapsch TrafficCom mit Zahlen
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Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag anfängliche Abgaben wieder aufgeholt. Der ATX trat nach rund 50 Handelsminuten bei 5.762,72 Punkten auf der Stelle, womit sich auf Wochensicht noch ein Verlust von 0,8 Prozent abzeichnet. Für den ATX Prime gab es bei 2.866,18 Zählern kaum Bewegung. Das europäische Umfeld drehte nach einem verhaltenen Auftakt leicht ins Plus.

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Nachdem zuletzt eher geopolitische Entwicklungen und Unternehmensergebnisse das Marktgeschehen bestimmt hatten, lag die Aufmerksamkeit zum Wochenausklang bei Inflationsdaten aus einigen Euroländern. Am Vormittag standen etwa die Zahlen aus Frankreich und Spanien an, die höher als erwartet ausfielen. Am Nachmittag werden noch die Zahlen für Deutschland veröffentlicht. An den zuletzt stabilen Zinserwartungen dürften die Zahlen Marktbeobachtern zufolge aber kaum etwas ändern.

Auch bei den heimischen Einzelwerten hielten sich die Kursveränderungen am Berichtstag weitgehend in Grenzen. Vor dem Wochenende gaben noch Unternehmen aus der zweiten Reihe Einblick in ihre Bücher.

Die AMAG hat wegen steigender Aluminiumpreise den Umsatz leicht gesteigert, aber einen Gewinnrückgang verbuchen müssen. Der stark von der Handelspolitik beeinflusste Wettbewerb habe für Margenrückgänge gesorgt, erklärte das Unternehmen. Erste-Group-Analyst Michael Marschallinger bezeichnete das Zahlenwerk als "gemischt" und monierte vor allem einen Gewinneinbruch in der Sparte für Walzprodukte. Die Aktie gewann dennoch 0,7 Prozent und setzte damit die zu im Jänner begonnene Kursrally fort.

Der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom berichtete für das Drittquartal deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn. Die Zahlen brachten jedoch wenig neue Erkenntnisse, da das Unternehmen bereits vergangene Woche eine Gewinnwarnung ausgegeben hatte. Die Papiere büßten ein Prozent ein.

Für die Aktien der Erste Group hob unterdessen Deutsche Bank Research ihr Kursziel von 112 auf 115 Euro an, während die Kaufempfehlung bekräftigt wurde. Die Bank habe am gestrigen Donnerstag "ordentliche" Zahlen vorgelegt, schrieb die Analystin Marlene Eibensteiner. Die Erste-Titel verloren jedoch 0,3 Prozent auf 103,30 Euro.

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