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Nach einem holprigen Auftakt stand der heimische Leitindex am Nachmittag um 0,41 Prozent im Plus auf 5.538 Punkten. Er setzte sich damit weiter vom Zwischentief bei 5.334 Zählern vom Dienstag ab, scheiterte im Verlauf jedoch an der 50-Tage-Durchschnittslinie für den mittelfristigen Trend.
Für den ATX Prime ging es am Donnerstag um 0,38 Prozent auf 2.752 Zähler hinauf. Das europäische Umfeld glitt unterdessen wieder in negatives Terrain ab.
In Wien rasselten Aktien des ATX-Schwergewichts Andritz nach Zahlen zeitweise mehr als sechs Prozent auf den tiefsten Stand seit Jahresbeginn hinab. Zuletzt notierten sie noch 4,5 Prozent schwächer. Die Ergebnisse des Anlagenbauers entsprachen weitgehend den vorläufigen Zahlen von Anfang Februar. Analysten verwiesen darauf, dass der Ausblick für 2027 optimistisch erscheine, zudem wurde auf einen geringer als erwartet ausgefallenen operativen Cashflow verwiesen.
Analyst Daniel Lion von der Erste Group sieht für die Andritz-Titel momentan nur wenig Aufwärtspotenzial. Die Abschläge gegenüber den Branchenkollegen hätten sich deutlich verringert, angesichts der jüngsten Entwicklungen sei zudem mit Gewinnrevisionen zu rechnen.
Besser aufgenommen wurden die Ergebnisse von Zumtobel, die Aktien gewannen 3,5 Prozent. Der Vorarlberger Leuchtenhersteller verbuchte im dritten Quartal 2025/26 zwar erneut einen Umsatzrückgang. Erste-Analyst Michael Marschallinger sprach angesichts der verbesserten Margenentwicklung aber von einem gemischten Zahlenwerk.
Ebenfalls nach Zahlen fielen Addiko Bank um 3,4 Prozent. Der Nettogewinn des Geldhauses ging leicht zurück, zudem soll abermals keine Dividende ausgeschüttet werden. Die Notierung der Aktie wechselt ab April in das Segment standard market der Wiener Börse.
Inzwischen hob die Deutsche Bank ihr Kursziel für die Verbund-Anteile leicht von 55 auf 56 Euro an, bestätigte aber ihre Verkaufsempfehlung. Die Anstiege der Energiepreise seit Wochenbeginn und kurzfristig verbesserte Aussichten für die Erzeugungsmengen dürften sich positiv auf den Gewinn auswirken, erwartet Analyst Olly Jeffery. Die Verbund-Anteilsscheine gewannen 1,6 Prozent auf 62,65 Euro.
Porr stiegen um 0,9 Prozent auf 39,15 Euro. Analyst Philipp Kaiser von Warburg Research bekräftigte nach Jahresergebnissen seine Kaufempfehlung. Die überraschend starke EBIT-Marge im abgelaufenen Jahr bestätige die strategische Neuausrichtung des Unternehmens hin zu margenstarken Projekten und konsequenter Kostenkontrolle.