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Davor hatte die "Kronen Zeitung" aus einer Power-Point-Präsentation bei einer Sitzung der Bau/Holz-Gewerkschaft zitiert, in der deren Vorsitzende und FSG-Chef Josef Muchitsch Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) als "für viele nicht wählbar" bezeichnet und eine "personelle Neuausrichtung" vorschlägt.
Was er damit genau gemeint hat, war bei den Gremien nicht zu erfahren, da Muchitsch entschuldigt war. ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian kennt eigenen Angaben zu Folge die Präsentation nicht, stellte sich aber tendenziell hinter Babler. Der mächtige Gewerkschaftschef erinnerte daran, dass man den SPÖ-Chef erst vor einem halben Jahr wiedergewählt habe.
Ein Ende der Debatte will auch SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner: "Wenn wir uns ständig mit uns selbst beschäftigen, hört uns keiner mehr zu." Dabei sei die Regierung mit dem SPÖ-Team bereit zu arbeiten.
Diesen Willen hob auch Babler hervor, der den "Meilenstein" des neuen Klimagesetzes bei einem kurzen Statement würdigte. Sein Ziel bleibe, in der Regierung das Land Stück für Stück voranzubringen, etwa mit einem entschlossenen Kampf gegen die Teuerung. Die Führungsdebatten hält er für medial motiviert: "Diese Diskussionen halten nicht der Realität stand." Dennoch gestand er zu, dass Werte wie die zuletzt ausgehobenen 17 Prozent für die SPÖ "nicht erfreulich" seien.
Als Babler-Skeptiker gilt der Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner. Doch der wollte am Freitag von einer Führungsdebatte nichts wissen. Das Präsidium sei eine "super-inhaltliche Sitzung" gewesen, betonte er im Anschluss an dieses.
Wie gar nicht so selten fehlten zahlreiche wichtige Repräsentanten der Partei bei den Gremien. So war neben Muchitsch etwa auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig nicht erschienen, der freilich formal kein gewähltes Präsidiumsmitglied mehr ist, aber als Landesparteivorsitzender an jeder Sitzung teilnehmen kann. Das ließ er ebenso wie Niederösterreichs SP-Chef Sven Hergovich bleiben. Auch die burgenländische Landespartei war nicht mit ihren Führungskräften vertreten. Präsidiumsmitglied Roland Fürst ließ sich entschuldigen. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil verzichtet seit längerem darauf, an Sitzungen der Bundesgremien teilzunehmen.