Wall Street schließt klar tiefer, Ölpreis- und KI-Sorgen

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Techbörsen deutlich unter Druck
 © APA/APA/AFP/ANGELA WEISS
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Sorgen angesichts weiter kräftig steigender Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) sowie anziehender Ölpreise haben am Donnerstag die US-Börsen deutlich belastet. Nach einer Erholung am Dienstag und einer abwartenden Haltung zur Wochenmitte stießen zahlreiche Anleger Aktien ab. Vor allem Papiere großer Technologiekonzerne wurden verkauft.

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Der technologielastige Nasdaq Composite verlor entsprechend klare 2,15 Prozent auf 25.137,69 Einheiten. Der überwiegend mit Standardwerten bestückte Dow Jones gab um 0,97 Prozent auf 51.711,65 Punkte nach. Der marktbreite S&P-500 sank um 1,21 Prozent auf 7.408,30 Zähler.

Die kriegerische Auseinandersetzung in Nahost beunruhigt zunehmend die Märkte. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent kletterte erstmals seit zwei Monaten wieder über 100 US-Dollar je Barrel. Damit werden erneut Inflationssorgen und Ängste vor Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed angeheizt.

Was die zwei Schwergewichte aus der Tech-Branche Alphabet und Tesla betraf, überwog die Enttäuschung. Die Google-Mutter Alphabet toppte zwar umsatzseitig im vergangenen Quartal die Erwartungen der Wall Street, doch dass nun noch mehr Geld in den Ausbau der KI-Infrastruktur gesteckt werden soll, brachte die Aktie unter Druck. Sie sackte letzten Endes um 7,1 Prozent ab, womit rund 300 Milliarden US-Dollar Börsenwert vernichtet wurden.

Die wie Alphabet ebenfalls zu den "Magnificent Seven" zählende Tesla-Aktie brach sogar um 14,5 Prozent ein. Der Elektroautohersteller habe zwar Absatz und Umsatz stark gesteigert, doch wegen milliardenschwerer Investitionen sei ein deutlich geringerer Gewinn übriggeblieben als erwartet, kommentierte Marktbeobachter Stephen Innes.

Mit Blick auf alle sieben Tech-Giganten, also auch auf Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon und Meta, bot sich allgemein ein düsteres Bild: Der Index der Magnificent Seven sackte um 4,8 Prozent ab, was bedeutet, dass dort an diesem Donnerstag ein Börsenwert von fast 800 Milliarden Dollar vernichtet wurde.

Für Texas Instruments ging es trotz starker Zahlen und einem Ausblick auf das dritte Quartal, der die Erwartungen übertraf, um 3,1 Prozent abwärts. Angesichts des starken Laufs der Halbleiter-Aktie seit Jahresbeginn wurden Gewinne mitgenommen.

T-Mobile US sackten um knapp 11 Prozent ab. Der Telekommunikationskonzern gewann im zweiten Quartal zwar mehr neue Kunden als erwartet, hatte hier im Vorjahr aber besser abgeschnitten. Zudem blieb die Zahl auch deutlich hinter der des Konkurrenten AT&T zurück.

Zwischen Gewinnen und Verlusten pendelten die erst kürzlich erheblich unter Druck geratenen Anteile von IBM. Letztlich gingen sie mit plus 0,4 Prozent aus dem Tag. Das im Dow Jones notierte IT-Urgestein senkte nach einem enttäuschend verlaufenen Quartal die Umsatzprognose für 2026 leicht. Daher sollen nun die Kosten noch stärker gedrückt werden als geplant, um das Ziel zu erreichen, den Zahlungsmittelzufluss um eine Milliarde Dollar zu steigern. Mit minus 2,3 Prozent schlossen dagegen die Papiere des Prozessoren-Herstellers Intel, der nachbörslich über sein Quartal berichtet.

Die Papiere von American Airlines sackten um 8,4 Prozent ab und zogen die von United Airlines, Jetblue und Delta Air Lines mit nach unten. Wegen der hohen Treibstoffpreise schließt American Airlines einen Verlust in diesem Jahr nicht aus.

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