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Siemens-Chef Roland Busch sagte, mit der Technologie trage Siemens dazu bei, die Produktion schneller hochzufahren. Vulcan Energy arbeitet seit mehr als vier Jahren am Aufbau einer Lithiumförderung im Oberrheingraben und in der Region Frankfurt. Ab 2028 ist die Herstellung von bis zu 24.000 Tonnen Lithiumhydroxidmonohydrat jährlich geplant, was für 500.000 Elektroauto-Batterien ausreicht. Als Nebenprodukte entstehen den Angaben zufolge jährlich rund 275 Gigawattstunden Strom sowie 560 Gigawattstunden Wärme.
Vulcan Energy hatte sich Ende 2025 ein Finanzierungspaket von 2,2 Milliarden Euro zum Start der kommerziellen Gewinnung des Batterierohstoffs gesichert. Gut die Hälfte der Summe entfällt auf Bankkredite. Die deutsche Bundesregierung und die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen stellen gut 350 Millionen Euro bereit, der Rest entfällt auf die strategischen Investoren.
Lithium steht seit 2023 auf der Liste strategisch wichtiger Rohstoffe der Europäischen Union. Die EU ist bisher stark abhängig von Importen aus Übersee und fördert deshalb mehrere Projekte in Europa. Potenzielle Abnehmer für Lithium hat Vulcan schon an Bord: Abnahmevereinbarungen gibt es mit den Autobauern Volkswagen, Stellantis und Renault sowie mit dem Batterieproduzenten LG Energy und dem Kathodenhersteller Umicore. Damit sei das Vorhaben des Unternehmens für die ersten zehn Produktionsjahre ausverkauft, hatte Vulcan erklärt.