Electrolux baut in Italien 1.700 Jobs ab - Regierung sagt Nein

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Im Streit um massiven Stellenabbau in Italien gibt es keine Einigung
 © SCANPIX SWEDEN, JANERIK HENRIKSSON, Apa
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Im Streit um den massiven Stellenabbau bei Electrolux in Italien gibt es vorerst keine Einigung. Das mit Spannung erwartete Treffen zwischen Regierung, Regionen, Gewerkschaften und Unternehmensvertretern über den geplanten Abbau von 1.719 Stellen endete ohne Ergebnis. Ein neuer Verhandlungstermin wurde für den 15. Juni angesetzt. Die italienische Regierung und die Gewerkschaften forderten das Unternehmen auf, den Plan zurückzuziehen.

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Industrieminister Adolfo Urso bezeichnete das Vorhaben als "inakzeptabel". Der Konzern verteidigte die Maßnahmen dagegen mit "nicht tragbaren" Kosten in Europa für Stahl, Energie und Arbeitskräfte. Electrolux plant, rund 40 Prozent der Beschäftigten in Italien abzubauen und das Werk im mittelitalienischen Cerreto d'Esi zu schließen. Urso gab dem Unternehmen drei Wochen Zeit, um einen neuen Industrieplan vorzulegen, der auf Investitionen, Innovation und Beschäftigungssicherung basiert. "Wir sind bereit, unseren Teil beizutragen", sagte der Minister.

Die Gewerkschaften werteten als ersten Erfolg, dass bis zum nächsten Treffen keine einseitigen Maßnahmen erfolgen sollen. Das Unternehmen habe inzwischen zugesagt, weder Produktionen zu verlagern noch Entlassungen einzuleiten. Gleichzeitig kündigten Arbeitnehmervertreter an, ihre Proteste und Streiks fortzusetzen.

Die Oppositionspolitikerin Chiara Appendino beteiligte sich an den Protesten der Electrolux-Belegschaft und kritisierte, dass ein Unternehmen trotz staatlicher Hilfen in Höhe von 200 Mio. Euro Arbeitsplätze ins Ausland verlagern wolle. Electrolux erklärte dagegen, Italien bleibe ein strategisch wichtiger Standort. Der Konzern verwies auf Investitionen von mehr als 750 Mio. Euro in den vergangenen zehn Jahren.

Industrieminister Urso kündigte an, das Thema beim EU-Wettbewerbsrat in Brüssel anzusprechen. Er verwies auf die europaweite Krise der Haushaltsgerätebranche, die zunehmend unter asiatischen Überkapazitäten und unzureichendem europäischem Schutz leide.

STOCKHOLM - SCHWEDEN: FOTO: APA/APA/SCANPIX SWEDEN/JANERIK HENRIKSSON

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