Exporterwartungen in Deutschland deutlich gesunken

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Schlechtester Wert seit April 2025
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Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft ist so schlecht wie seit über einem Jahr nicht mehr. Das Barometer für die Exporterwartungen sank im Mai auf minus 5,5 Punkte, von minus 1,2 Zählern im April, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit April 2025. "Trotz einer Erholung des Exportgeschäfts im ersten Quartal bleiben die Aussichten schwierig", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

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"Die geopolitische Unsicherheit ist weiterhin hoch", so Wollmershäuser. Einen Dämpfer musste im Mai etwa die Automobilindustrie verkraften. "Nach vier sehr optimistischen Monaten werden nun rückläufige Exporte erwartet", erklärte das Ifo-Institut. Auch in der Metallindustrie dürften die Auslandsumsätze sinken. Generell stünden die energieintensiven Branchen auf den Weltmärkten unter Druck und rechneten mit Rückgängen ihres Auslandsgeschäfts. Die Elektrobranche blicke dagegen weiterhin leicht optimistisch auf das Exportgeschäft, wenn auch weniger ausgeprägt als im Vormonat. Auch die Möbelhersteller erwarten den Angaben zufolge steigende Exporte.

Der Außenhandel hatte der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal noch einen Schub verliehen. Insgesamt wurden von Jänner bis März 3,3 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im Vorquartal. Zur positiven Entwicklung zu Jahresbeginn trugen etwa die gestiegenen Exporte von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen sowie Metallen bei. Dadurch wuchs das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um 0,3 Prozent.

Der Deutschen Bundesbank zufolge gehen vom Krieg im Nahen Osten auch Effekte aus, die für manche Teile der Industrie und deren Exporte stabilisierend wirkten. "So erhöhen Vorzieheffekte in Erwartung von Knappheiten die Neuaufträge", heißt es im aktuellen Monatsbericht. Auch profitierten deutsche Unternehmen wohl davon, dass Konkurrenten in Asien durch die Schließung der Straße von Hormuz stärker von Engpässen bei Vorprodukten betroffen seien. "Diese Effekte dürften allerdings nur kurzfristig wirken", betonte die Bundesbank.

QINGDAO - CHINA: FOTO: APA/CN-STR/-

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