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"Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen - insbesondere der Konflikt im Nahen Osten - und ihre Auswirkungen auf die internationalen Energiemärkte machen Preiserhöhungen notwendig", hieß es in einer Aussendung. Verbund-Chef Michael Strugl hatte im Jänner den neuen "Österreich-Tarif" für unter 10 Cent netto pro kWh angekündigt, was von Kanzler Christian Stocker (ÖVP) als "großer Schritt" hin zu "günstigen Energiepreisen" gesehen wurde. Auch andere Regierungsmitglieder begrüßten die damalige Ankündigung.
Eingeführt wurde "Österreich-Tarif" (V-Strom Österreich) dann im Februar mit Gültigkeit ab 1. März. Es handelt sich um ein Fixpreis-Angebot mit einem rabattierten Arbeitspreis (ab sofort 10 Cent pro Kilowattstunde netto bzw. 12 Cent inklusive Umsatzsteuer) im ersten Jahr und einem monatlichen Grundpreis von nunmehr 4,20 Euro ohne Steuern. Im zweiten Jahr bleibt der Grundpreis im neuen Tarif unverändert.
Der Netto-Strompreis macht rund ein Drittel der gesamten Stromrechnung aus und kann vom Kunden selbst gewählt - und durch Preisvergleiche gesenkt - werden. Die restlichen zwei Drittel entfallen auf Netzkosten und Steuern und Abgaben und hängen vom jeweiligen Netzgebiet und Wohnort ab.
2022 hatte die Gaskrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine auch auf den Strommarkt durchgeschlagen. Kostete Strom in Österreich davor während der Corona-Pandemie oft nur fünf bis sieben Cent netto pro Kilowattstunde, stiegen die Preise am Höhepunkt der Energiekrise auf teils über 30 Cent und für Neukunden sogar auf über 40 Cent. Der Verbund senkte für Bestandskunden Mitte 2023 von 23,9 auf 19,70 Cent und Mitte 2024 weiter auf 15,60 Cent.
++ THEMENBILD ++ Das Logo des Stromkonzerns Verbund AG aufgenommen am Donnerstag, 17. März 2022, in Wien.