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Die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit sei dabei nicht in allen Sektoren gleich: "Während sich die Exportaussichten seit dem Sommer verbessert haben und auch die Dienstleister wieder optimistischer geworden sind, haben sich die Erwartungen in Industrie und Bau zuletzt leicht abgekühlt. Gleichzeitig sehen sich die Konsumenten aufgrund der anhaltend hohen Inflation mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert", so Bankökonom Walter Pudschedl.
Mit Blick auf das internationale Exportumfeld verspreche aktuell vor allem Asien Schwung, aber auch in den USA und Europa habe sich das Stimmungsbild aufgehellt und stärke damit die Hoffnung auf eine steigende Nachfrage nach Produkten "Made in Austria", so die Bank Austria. Für den leichten Dämpfer in der Industrie waren demgegenüber vor allem die gestiegenen Energiekosten verantwortlich, die insbesondere energieintensive Branchen belasten.
Die hohen Energiepreise dämpfen neben höheren Marktzinsen auch die Aussichten für die Gesamtwirtschaft. Pudschedl: "Wir erwarten für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent, das sich 2027 auf 1,2 Prozent beschleunigen dürfte. Getragen wird die Erholung vor allem von der Industrie, die trotz einer kostenbedingt herausfordernden Wettbewerbssituation von einer stärkeren Auslandsnachfrage profitieren sollte." Zum Vergleich: Wifo und IHS sahen in ihrer am gestrigen Mittwoch präsentierten Prognose ein Wachstum von 0,9 Prozent (Wifo) bzw. 0,8 Prozent (IHS) für 2026 sowie ein Plus von 1,3 Prozent bzw. 1,0 Prozent für 2027 voraus.
Von der Erholung der Industrie sollten insbesondere die unternehmensnahen Dienstleistungen sowie der Informations- und Kommunikationssektor profitieren. Gleichzeitig bremse die erhöhte Inflation, die die Kaufkraft der Haushalte belaste, sowie die gestiegenen Zinsen die Entwicklung vor allem von konsumnahen Dienstleistungsbereichen, hieß es weiter. Am Arbeitsmarkt sei erst 2027 eine leichte Entspannung zu erwarten.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/ROLAND SCHLAGER