AKV: Firmeninsolvenzen leicht rückläufig, keine Entspannung

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Starker Anstieg bei Privatinsolvenzen
 © Roland Schlager, Apa
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Die Zahl der eröffneten Firmeninsolvenzen ist in den ersten drei Quartalen 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum laut AKV Europa leicht zurückgegangen. Von einer "nachhaltigen Entspannung" will der Kreditschutzverband bei einem Minus von 7,65 Prozent jedoch nicht sprechen. Grund dafür ist der deutliche Anstieg der Abweisungen mangels kostendeckenden Vermögens um rund 17 Prozent. Die Gesamtzahl der Firmeninsolvenzen erhöhte sich dadurch um 2,26 Prozent auf 5.389 Verfahren.

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Im Monatsdurchschnitt wurden heuer von Jänner bis September 325 Firmeninsolvenzen eröffnet. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es laut AKV noch 351 Verfahren. Insgesamt wurden 2.921 Firmeninsolvenzen eröffnet. Damit liegt die Zahl weiterhin über dem Niveau der Finanzkrise 2007/2008, heißt es in einer Aussendung.

Die größten Insolvenzen fielen mit einem Gesamtpassiva von rund 6,9 Mrd. Euro auf die Immobilienbranche - die Top-Fünf der größten Insolvenzen waren Signa-Unternehmen. Die meisten Insolvenzen hatte laut AKV hingegen der Handel (695) zu verzeichnen, gefolgt vom Bau (664) und der Gastronomie (525). Bis Jahresende rechnet der Kreditschutzverband mit etwa 4.000 eröffneten Firmeninsolvenzen.

Bei den Privatinsolvenzen kam es laut AKV im Juli zu einer außergewöhnlichen Häufung. Hintergrund ist das Auslaufen der Entschuldungsmöglichkeit mit lediglich dreijähriger Rückzahlungsphase Mitte Juli. Von Jänner bis September stieg die Zahl der eröffneten Privatinsolvenzen um 9,8 Prozent auf 7.329 Verfahren.

Die Gesamtverbindlichkeiten der eröffneten Privatkonkurse beliefen sich in diesem Zeitraum auf 1,31 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Verschuldung erhöhte sich auf 179.000 Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der AKV mit rund 9.500 eröffneten Privatinsolvenzen.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/ROLAND SCHLAGER

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