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Zu den Unterzeichnern gehören auch Pfizer, Eli Lilly und Amgen. Sie haben sich bereit erklärt, die Preise für Selbstzahler sowie für das staatliche Krankenversicherungsprogramm Medicaid für Einkommensschwache deutlich zu senken. Im Gegenzug für eine dreijährige Befreiung von Zöllen auf Medikamentenimporte sagten die Hersteller zu, Preise auf dem Niveau der Meistbegünstigung zu gewähren. Zudem wollen sie ihre Präparate künftig direkt über die neue Regierungsplattform TrumpRx.gov an Verbraucher verkaufen und Milliardenbeträge in den USA investieren.
Trump zeigte sich am Donnerstag erfreut über den Abschluss mit Regeneron. Die Firma werde ihre verschreibungspflichtigen Medikamente zu stark vergünstigten Preisen anbieten, sagte der Präsident. Regeneron wird Trump zufolge die Preise für aktuelle und künftige Medikamente im Rahmen von Medicaid senken. Zudem werde die neu zugelassene Gentherapie Otarmeni für Kinder mit einer seltenen Form von Hörverlust in den USA kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Cholesterin-Medikament Praluent soll künftig für 225 statt bisher 537 Dollar angeboten werden.
US-Patienten zahlen für verschreibungspflichtige Medikamente derzeit oft fast dreimal so viel wie Menschen in anderen Industrieländern. Trump hatte die Hersteller wiederholt unter Druck gesetzt, die Preise zu senken. Die 17 an dem Abkommen beteiligten Unternehmen decken nach Angaben von Chris Klomp, Chefberater im US-Gesundheitsministerium, 86 Prozent des Marktes für Originalpräparate in den USA ab. Der US-Arzneimittelbehörde FDA zufolge machen Nachahmerpräparate (Generika) jedoch mehr als 90 Prozent aller in den USA verkauften Medikamente aus.