US-Handelsdefizit bleibt trotz Trumps Zollpolitik hoch

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Importe übertreffen Ausfuhren um 105 Mrd. Dollar
 © JUSTIN SULLIVAN, GETTY IMAGES NORTH AMERICA, Apa
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Trotz der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump hat sich das Handelsdefizit der Vereinigten Staaten zuletzt kaum verringert. Wie das US-Handelsministerium am Mittwoch mitteilte, ging es im September um 0,7 Prozent auf 105,0 Milliarden Dollar zurück. Von Reuters befragte Ökonomen hatten ein Defizit von 108,0 Milliarden Dollar prognostiziert.

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Eine robuste Inlandsnachfrage ließ die Importe um 1,2 Prozent auf den Rekordwert von 426,6 Milliarden Dollar steigen. Die Exporte legten im September und damit zum Ende des dritten Quartals um 1,9 Prozent auf 321,5 Milliarden Dollar zu.

Die US-Wirtschaft wuchs im Zeitraum von Juli bis September mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,4 Prozent. Der Außenhandel hat allerdings nun bereits vier Quartale in Folge nicht zum Wachstum beigetragen. Die starke Inlandsnachfrage ist auf robuste Konsumausgaben sowie einen Investitionsboom im Bereich der Künstlichen Intelligenz zurückzuführen.

Bei den Zwischenwahlen in den USA haben Trumps Republikaner ein regelrechtes Debakel erlebt. Die Demokraten eroberten überraschend eindeutig die Mehrheiten in beiden Kongresskammern. Die deutschen Firmen in den USA bleiben auch nach dem Sieg der Opposition bei der Zwischenwahl skeptisch zur künftigen US-Handelspolitik: "Der Kongress wechselt die Farbe, die Zuständigkeit bei der Handelspolitik bleibt im Weißen Haus", sagte Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK): "Für unsere Unternehmen bleibt die Lage damit unsicher."

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